DBH-Fachverband

20. Bundestagung

23. - 26.09.2009 in Berlin
in Kooperation mit:
FU Berlin, FB Rechtswissenschaften
Gebäude FB Rechtswissenschaften Kriminalpolitik gestalten: Übergänge koordinieren - Rückfalle verhindern Freie Universität Berlin; FB Rechtswissenschaften
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Workshop am Donnerstag, den 24.09.2009, 9 – 12:30 Uhr

Freie Universität / FB Rechtswissenschaften, Eingang Van’t Hoff Str.8, 14195 Berlin 

 

Nr.11 Europäische Entwicklung der Straffälligenhilfe / Grenzüberschreitende  Straffälligenbetreuung Referenten: Jürgen Mutz / Herr Landowski (EBS Görlitz) Moderation: Ulrike Jensen

Jürgen Mutz

Entwicklung der Bewährungs- und Straffälligenhilfe in Europa (kurzer Ausschreibungstext)

 

Gibt es neue Entwicklungen auf der europäischen Landkarte der sozialen Dienste im Strafrecht? Wird es künftig mehr übernationale Gemeinsamkeiten geben für Gerichtshilfe, Bewährungshilfe, Sozialarbeit im Vollzug, Täter-Opfer-Ausgleich, gemeinnützige Arbeit, Straffälligenhilfe, Opferhilfe, Kriminalprävention? Oder driften die nationalen Systeme auseinander?

Der Beitrag versucht, Antworten zu finden. Der Blick auf die Lage in anderen europäischen Ländern lässt erkennen, dass unterschiedliche Prioritäten in der Kriminalpolitik und die Aufgaben- und Strukturvielfalt der Probation-Dienste eine vereinheitlichte europäische Entwicklung nicht gerade begünstigen.

Jürgen Mutz Jürgen Mutz

Europäische Beratungsstelle für Straffälligen- und Opferhilfe

grenzüberschreitende Zusaammenarbeit gefördert durch das Sächsische Staatsministerium der Justiz

Görlitz:

Hotherstraße 31, 02826 Görlitz,

Tel: 03581 879819, Fax: 03581 879824,

E-Mail: ebs.goerlitz@freenet.de

 

 

Dresden:

Pechhüttenstraße 10, 01809 Heidenau,

Tel/Fax: 03529 599291, 

E-Mail: ebs.dresden@gmx.de

 

Einführung

 Die Europäische Beratungsstelle für Straffälligen- und Opferhilfe (EBS) ist eine Anlaufstelle des Sächsischen Landesverbandes für soziale Rechtspflege mit Büros in Görlitz, Hotherstr. 31 und in Heidenau bei Dresden, in der Pechhüttenstraße 10.

 Am 1. September 2003 wurde die Beratungsstelle in Görlitz als ein Pilotprojekt des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz errichtet mit dem Auftrag einer grenzüberschreitenden Betreuung von Straffälligen und deren Angehörigen in der Grenzregion Sachsen-Niederschlesien (Dolny Sląsk). Nachdem diese Beratungsstelle sich in der Praxis bewährt hatte, wurde am 1.05.2007 in der Grenzregion Sachsen-Tschechien ein zweites Büro eröffnet.

 Ziel der Europäischen Beratungsstelle für Straffälligen- und Opferhilfe

 Zu den Aufgaben der EBS gehören die Beratung und Betreuung polnischer und deutscher und tschechischer Bürger, die im Nachbarland straffällig wurden, von deren Angehörigen sowie von Opfern grenzüberschreitender Straftaten.

Dazu zählt:

a.      Straffälligenhilfe

-         Straftataufarbeitung

-         Vorbereitung auf die Haftentlassung sowie Betreuung danach

-         Vermittlung gemeinnütziger Arbeit

-         Unterstützung bei Ratenzahlung

-         Unterstützung der sozialen Dienste der Justiz bei Kontakten zur polnischen Behörde und bei Betreuung polnischer Klienten

 

b.     Beratung von Angehörigen

-         Unterstützung bei Kontakt zu deutschen Behörden: telefonisch, schriftlich, persönlich

-         Begleitung bei Behördegängen

-         Beratung in der Landessprache

 

c.      Opferhilfe:

-         Unterstützung der Opferhilfe Sachsen e. V. bei der Betreuung polnischer Opfer von Straftaten, vor allem durch Übersetzungen und Kontakt zu polnischen Einrichtungen

-         Unterstützung beim Umgang mit Behörden

-         Vermittlung an spezialisierte Einrichtungen der Opferhilfe je nach Einzelfall

 

TOA

Zusammenarbeit mit Behörden und sozialen Einrichtungen in der Grenzregion Sachsen-Niederschlesien und Sachsen-Tschechien.

 
Informationen über die Tätigkeit der Beratungsstellen an Fachkräfte und Öffentlichkeit, z. B. Vorträge für Sozialkuratoren in der Tschechischen Republik und für Schulklassen in Görlitz.

Beratung und Begleitung

Seit der Eröffnung der Beratungsstelle wurden über 1.000 Ratsuchende betreut, beraten und begleitet.

Grundlagen der Beratung und Betreuung

-          freiwillige Kontaktaufnahme des Hilfesuchenden mit der EBS

-          systematisches Arbeiten mit dem Hilfesuchenden

-          Krisenintervention

-          Therapievorbereitung und Vermittlung

-          Informationsvermittlung

-          vertrauliche Beratung

-          kostenlose Beratung

Das soziale Umfeld der Ratsuchenden -

ist dem in der Straffälligenhilfe und in der Opferhilfe in Deutschland bekannten vergleichbar, zusätzliche Probleme der Betreuten entstehen durch die sprachlichen Schwierigkeiten und die fehlende Kenntnis der Gesetze; Verfahren und Einrichtungen des Nachbarlandes

-          Besonderheiten im Sozialsystem in Polen sind: Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, usw.     

-          Strafdelikte: typische Delikte in der Grenzregion, z. B.: Diebstahl, Warenschmuggel, Schleusertätigkeit, usw.    

-          Erwartungen der Ratsuchenden  

Zusammenfassung

 Die EBS ist ein wichtiges Projekt, das u.a. zur Völkerverständigung, Kriminalprävention in der Grenzregion (vor allem nach dem Wegfall von Grenzkontrollen am 22. Dez. 2007) sowie zur gegenseitigen deutsch–polnischen und deutsch-tschechischen Zusammenarbeit beiträgt. Dieses Projekt stößt auf großes Interesse bei polnischen, deutschen und tschechischen Bürgern, die als Straffällige, Angehörige oder Opfer Rat, Unterstützung oder Hilfe benötigen.

 Herr Mieczyslaw Landowski                                           Berlin, 24. September 2009

Mieczyslaw Landowski Mieczyslaw Landowski

Tagungstelefon: 0160 7 964 954 (nur während der Tagung)

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