DBH-Fachverband

20. Bundestagung

23. - 26.09.2009 in Berlin
in Kooperation mit:
FU Berlin, FB Rechtswissenschaften
Gebäude FB Rechtswissenschaften Kriminalpolitik gestalten: Übergänge koordinieren - Rückfalle verhindern Freie Universität Berlin; FB Rechtswissenschaften
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Workshop am Donnerstag, den 24.09.2009, 9 - 12:30 Uhr

Freie Universität / FB Rechtswissenschaften, Eingang Van’t Hoff Str.8, 14195 Berlin 

 

Nr. 15

„Der guckt schon so…“

Handlungsmotive und Interventionsstrategien in der Arbeit mit jugendlichen Gewalttätern /
Umgang mit radikalisierten Gewalttätern

Rebecca Friedmann,

Denkzeit-Gesellschaft, FU Berlin /
Helmut Heitmann und Thomas Mücke,
Violence Prevention Networks e.V.

Moderation:

 „Der guckt schon so…“

Handlungsmotive und Interventionsstrategien in der Arbeit mit jugendlichen Gewalttätern

 oder 

 Wie unterscheiden sich jugendliche Gewalttäter voneinander?

Ein Überblick über die wichtigsten Forschungsergebnisse und Anregungen für die pädagogische Praxis

  

Während in der aktuellen Debatte jugendliche Gewalttäter zumeist als eine homogene Gruppe beschrieben werden, unterscheiden sie sich tatsächlich sehr voneinander: Der eine Jugendliche wendet Gewalt an, um sein Ziel zu erreichen (z. B. das teure Handy des Mitschülers zu bekommen), ein anderer schlägt zu, um sich gegen eine vermeintliche Provokation zu wehren und ein dritter Jugendlicher zieht mit einer diffusen Wut durch die Straßen und will sich schlagen, damit es ihm besser geht.

Im pädagogischen Kontext ist es hilfreich diese drei Motive des Handelns zu unterscheiden und ihnen mit angemessenen Interventionen zu begegnen. Während Strafe und Kontrolle bei dem einen das richtige Mittel ist, führt es bei einem anderen Jugendlichen zur Eskalation.

In diesem Workshop soll ein kurzer Überblick über die verschiedenen Motive gewalttätigen Handelns gegeben und ein praxisrelevanter Bezug zum pädagogischen Umgang mit jugendlichen Straftätern im Projekt „Denkzeit“ hergestellt werden.
Referentin: Rebecca Friedmann

Umgang mit radikalisierten Gewalttätern
Vorgestellt wird das Trainingsprogramm 'Abschied von Hass und Gewalt' (Gewalt, Tataufarbeitung, Einbezug von Angehörigen, Umgang mit radikalisierten Argumentationssträngen, Nachbetreuung u.v.m.) des Violence Prevention Networks e.V. Fokus ist hier der Ausstiegsprozess. Thematisiert werden sollen ebenso die Probleme im Umgang mit radikalisierten Klienten, sei es aus dem rechtsextremistischen Bereich, sei es aus dem islamistischen. Wie gestaltet sich die Arbeit der Bewährungshilfe mit dieser Klientel?
Referent: Helmut Heitmann, Thomas Mücke, Violence Prevention Network e.V. Berlin

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