Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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DBH-Materialien Nr.75
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Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Broschüre "Justiz auf einen Blick"

Ausgelöst oft durch spektakuläre Einzelfälle schwerer Kriminalität steht die Justiz regelmäßig im Zentrum politischer und öffentlicher Diskussionen:
- Reagieren die Strafverfolgungsbehörden angemessen auf die Kriminalität und welche Sanktionen haben die verurteilten Straftäter zu erwarten?
- In welcher Weise beeinflussen die verhängten Strafen das künftige Verhalten von Straftätern?
- Wie lange dauern die Strafverfahren, wie lange dauern Verfahren etwa bei Zivil- und Finanzgerichten?
- Wie hat sich die Arbeitsbelastung der Gerichte entwickelt, inwieweit bestimmen „Bagatellverfahren“ den Arbeitsalltag der Justiz?
- Wie steht es um die Erfolgsaussichten des Bürgers, sich vor Gericht gegen die Verwaltung durchzusetzen?
- Was kostet das Rechtswesen insgesamt und wie viel gibt der Staat für den Justizvollzug aus?
Die Umsetzung und Einhaltung des von der Volksvertretung gesetzten Rechts, die Gewährleistung des Rechtsschutzes für alle Bürger und nicht zuletzt die Kriminalitätsbekämpfung durch die Strafverfolgungsbehörden sind grundlegend für die Akzeptanz des Rechtsstaats bei seinen Bürgern.
Die von den Statistischen Ämtern geführten Justiz- und Strafrechtspflegestatistiken bieten eine breite Datenbasis zur Strafverfolgung durch Staatsanwaltschaften und Gerichte und bilden das Wirken der „dritten Gewalt im Staat“, der Rechtsprechung, insgesamt ab. Die vorliegende Broschüre „Justiz auf einen Blick“ präsentiert die jeweils aktuellen Ergebnisse der Statistiken und veranschaulicht Entwicklungen im Zeitverlauf in kompakter Form.
Die Broschüre richtet sich vor allem an die interessierte Öffentlichkeit, an Studierende sowie Experten und Expertinnen aus Politik und Wissenschaft, die sich einen schnellen Überblick über Strukturen und aktuelle Entwicklungen in der deutschen Rechtspflege verschaffen wollen. Sie soll dazu beitragen, die Diskussion über die innere Sicherheit und die Justiz zu versachlichen und auf eine solide Datengrundlage zu stellen.
Im ersten Kapitel werden die Möglichkeiten und Grenzen der Kriminalitätsberichterstattung durch Statistiken erörtert. Im zweiten Kapitel werden die verfügbaren amtlichen Daten zur Strafverfolgung und zur Strafvollstreckung präsentiert und kommentiert.
Das dritte Kapitel widmet sich der Leistungsmessung bei Gerichten und Staatsanwaltschaften.
Im vierten Kapitel werden finanzstatistische Kennzahlen der Rechtspflege vorgestellt.
Die Broschüre knüpft an die letztmals im Jahr 1999 erschienene Veröffentlichung „Justiz im Spiegel der Rechtspflegestatistik“ an. Anders als die damalige Publikation enthält die aktuelle Veröffentlichung auch einzelne Ergebnisse aus außerhalb der statistischen Ämter geführten Datenquellen wie zum Beispiel der Polizeilichen Kriminalstatistik.
Die Ergänzung um weitere Datenquellen soll andeuten, dass die Rechtspflegestatistiken nur einen Ausschnitt der (Kriminalitäts-) Wirklichkeit abbilden. Eine umfassende Darstellung von Kriminalitätslage und -entwicklung enthält der Periodische Sicherheitsbericht (zuletzt erschienen 2006).
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit werden die Ergebnisse in der vorliegenden Veröffentlichung gerundet dargestellt. Ausführliche Tabellen zu Justiz- und Strafrechtspflegestatistiken stehen im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zum kostenlosen Download zur Verfügung. Die dort angebotenen Publikationen enthalten genaue Definitionen einzelner Kennzahlen und weiterführende methodische Hinweise.
Justiz auf einen Blick vom Statistischen Bundesamt

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