Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
DBH-Materialien Nr.74

40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
DBH-Materialien Nr.75

Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Baden-Württemberg: Es bedarf geschulter Sozialarbeiter

Einige Richter in Baden-Württemberg kritisieren, dass die Aufgaben der Bewährungshilfe an den freien Träger Neustart vergeben worden ist. Wolfgang Vögele, Vorsitzender Richter und ehemaliger Referent für Bewährungshilfe am Landgericht Stuttgart, ist mit den herrschenden Zuständen ebenfalls unzufrieden. In einem Interview mit der Fellbacher Zeitung präzisiert er seine kritische Sichtweise.
Mit großer Sorge betrachte er die zentrale Unterbringung der Bewährungshelfer in Stuttgart. Auch wenn in den auswärtigen Bezirken Sprechtage abgehalten werden, kann dies seiner Meinung nach nicht die ständige Anwesenheit eines Bewährungshelfers in seiner Dienststelle mitten im Bezirk ersetzen. Zum einen brauchen die verurteilten Probanden ein solches niederschwelliges Angebot, um leicht bei Bedarf auch außerhalb von Sprechstunden und Einbestellungen Kontakt und Vertrauen zu ihrem Bewährungshelfer vor Ort finden zu können.
Er glaube nicht, dass Ehrenamtliche die hauptberuflichen Bewährungshelfer in größerer Zahl ersetzen könnten. Das liege zum einen daran, dass Probleme der Verurteilten, wie Sucht- und Beziehungsprobleme, wirtschaftliche Probleme oder psychische Auffälligkeiten in den meisten Fällen so schwierig und komplex seien, dass es eines geschulten Sozialarbeiters bedarf, um mit dem Probanden an der Bewältigung dieser Probleme arbeiten zu können.
Interview mit Richter Vögele, Fellbacher Zeitung 13.10.08

Start Seitenanfang Kontakt AGB Impressum