Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
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Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Studie zu Langstrafenvollzug und Menschenrechte

Erste Ergebnisse einer international vergleichenden Studie zu den Lebens- und Haftbedingungen von Gefangenen mit langen Freiheitsstrafen von Prof. Dr. Frieder Dünkel, Universität Greifswald, Lehrstuhl für Kriminologie und weiteren Mitarbeiterinnen der Hochschule. Selbstmordversuche, Drogenkonsum und Vergewaltigungen sind irritierend häufig. Im europaweiten Vergleich schneiden deutsche Gefängnisse schlecht ab.
Die im April 2007 mit Finanzierung durch die Europäische Union (AGIS-Programm)begonnene Forschung widmet sich den Lebens- und Haftbedingungen sowie dem Hafterleben bei Gefangenen mit langem Freiheitsentzug (d. h. mindestens 5 Jahre Freiheitsstrafe). An der empirisch-vergleichenden Untersuchung sind 11 Länder beteiligt (Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Kroatien, Litauen, Polen, Schweden und Spanien). Ziel der Untersuchung ist es, die Lebens- und Haftbedingungen sowie das Hafterleben von Gefangenen mit langen Haftstrafen vor dem Hintergrund menschenrechtlicher Standards wie der Europäischen Strafvollzugsgrundsätze, der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sowie der vom Anti-Folter-Komitee des Europarats entwickelten Grundsätze zu evaluieren. Dabei werden auch psychische Auffälligkeiten anhand psychiatrischer Inventare untersucht. Bislang liegen Daten von Befragungen in 9 Ländern bzgl. insgesamt 740 Gefangenen aus 30 Anstalten vor.
Zusammenfassung der Universität Greifswald, 26.02.09
Focus-Online, 03.03.09

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