Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

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DBH-Materialien Nr.74
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DBH-Materialien Nr.75
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Auf Teufel komm raus - Dokumentarfilm aus Heinsberg

Der Film beschreibt die Bürgerproteste in Randerath (Heinsberg/NRW), die sich gegen den entlassenen Sexualstraftäter Karl D. richten. Er wurde nach der Haft von seinem Bruder in dessen Haus aufgenommen. Sofort reagieren die Nachbarn mit Protesten. In täglichen Demonstrationen fordern sie seine erneute Inhaftierung - Rechtsradikale fordern die Todesstrafe.
"Schilder weisen den Weg. Die Sprache, die die handgemalten Plakate aufweisen, ist ebenso unmissverständlich wie die Sprechchöre bei den beinahe täglichen Demonstrationen. 'Achtung Kinderschänder! Karl D. 400m Rechts' steht da zu lesen. Und zur Sicherheit ist noch ein Pfeil dazu gemalt, um die Richtung zu weisen, aus der die Gefahr droht. Später sind dann die Rufe zu hören, die immer wieder skandieren 'Wir wollen keine Kinderschänderschweine!' Der Mann, dem all dies gilt, beobachtet die Szenerie, die sich vor seinem Fenster abspielt, durch ein Fernglas bei heruntergelassenen Jalousien, kommentiert das Geschehen und wirkt beinahe schon amüsiert. Oder vielleicht tut er auch nur so. Für diejenigen, die auf der Straße stehen und ihre Wut herausschreien, ist er ein Teufel, der weg gesperrt gehört.
'Auf Teufel komm raus' ist ein Film geworden, der Unbehagen schafft. Weil viele Fragen offen bleiben und weil man beide Seite irgendwie verstehen kann – die Bürger mit ihrem Bedürfnis nach Sicherheit ebenso wie auch die Familie des Täters, die unversehens in einen Strudel gerät, für den sie nichts kann. Doch das ist bei weitem nicht die einzige Irritation, die der Film beim Zuschauer hinterlässt. Die Konfrontation mit dem 'Teufel' reißt bei manchen Frauen alte Wunden auf, die sie längst erfolgreich verdrängt glaubten – zwei von ihnen bekennen vor der Kamera, selbst schon einmal Opfer einer Vergewaltigung geworden zu sein. Und natürlich entsteht das Unbehagen auch daraus, dass der Konflikt nicht lösbar erscheint." (Filmbeschreibung bei Kino-Zeit)

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