Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

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DBH-Materialien Nr.74
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DBH-Materialien Nr.75
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Studie zur Jugendstrafjustiz: Neuköllner Schnellurteile fallen erst nach zwei Monaten

Das Modell im Berliner Bezirk Neukölln sollte junge Straftäter schneller vor Gericht stellen. Das wurde auch in der aktuellen Berichterstattung im Rahmen der Ausstrahlung des Films "Das Ende der Geduld" thematisiert. Das Modell geht auf die mittlerweile verstorbene Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig zurück. Die Studie von Prof. Ohder zeigt nun: Die Verfahren laufen nicht so schnell wie erhofft. Die Wirkung des Modells bleibt deshalb umstritten. Von der Anzeige bis zur Hauptverhandlung vor Gericht vergehen jetzt 57 Tage, statt der bisher 131 Tage. Immerhin das ist schon ein Fortschritt und die Akten sind schneller bearbeitet, aber zwischen Tat und Verhandlung liegen noch immer zwei Monate.
Der Spiegel hat darüber auch informiert: Spiegel Online, 24.09.14
In dem Spiegel-Artikel "Angst ist ein schlechter Ratgeber" hat Kirsten Heisig die Situation jugendlicher Straftäter in Berlin-Neukölln sehr anschaulich beschrieben: Spiegel, 19.07.2010. Für alle, die ihr Buch bisher nicht gelesen haben, ist dieser Text ein sehr anschauliches Dokument, das die Problematik aus ihrer Sicht zur damaligen Zeit darstellt.
Die Studie ist online abrufbar: Das besonders beschleunigte
vereinfachte Jugendverfahren in Berlin – Eine Evaluationsstudie des Neuköllner Modells von Helmut Tausendteufel und Claudius Ohder
(Mai 2014), 119 Seiten.

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