Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
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Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Verhungert im Gefängnis - Justizminister fordert eine neue Aufsichtskultur

Im vergangenen Jahr starb ein Inhaftierter in der JVA Bruchsal an Unterernährung. Er befand sich in Einzelhaft, isoliert von den anderen Inhaftierten. Nach vorliegenden Informationen hatte das auch seine Gründe, denn er war mehrfach aggressiv gegen Beamte vorgegangen. In der Einzelhaft hat er die Nahrungsaufnahme verweigert, schließlich verstarb er im August 2014 an Unter- und Mangelernährung. Der Tod des Gefangenen hatte auch politische Folgen: die Opposition im Baden-Württembergischen Landtag forderte den Rücktritt des Justizministers (SPD). Der Anstaltsleiter wurde abberufen und schließlich auch der Abteilungsleiter im Justizministerium. Eine Expertenkommission wurde einberufen, die Reformvorschläge zum Umgang mit psychisch auffälligen Häftlingen machen soll. In einem Interviwe mit Jutizminister Stickelberger tritt dieser für eine neue Aufsichtskultur im Strafvollzug ein. Dies würde auch eine personelle Aufstockung bedeuten und die Berufung von psychiatrischen Fachärzten in jeder großen Anstalt. Die Ergebnisse der Experten sollen im Spätsommer vorliegen. „Die Kontrolldichte wird erhöht“, taz 10.02.2015

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