Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
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Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Keine ansteigende Kriminalität durch Flüchtlinge

Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland steigt, doch Einfluss auf die Zahl der Straftaten hat das kaum. Das ist das Fazit des Bundeskriminalamtes. Stark angestiegen sind dagegen die Straftaten gegen Asylbewerberunterkünfte.
Das Bundeskriminalamt hat in einem ersten Lagebild die Auswirkungen der hohen Flüchtlingzahlen auf das Kriminalitätsaufkommen in Deutschland untersucht. Im Vergleich zur signifikant ansteigenden Zahl von Asylbewerbern haben Straftaten durch Zuwanderer kaum zugenommen, so das Fazit des BKA. Dagegen seien Straftaten gegen Asylbewerber und Asylbewerbereinrichtungen "quantitativ und qualitativ stark angestiegen". Untersuchungszeitraum war Januar bis September 2015.
Der größte Anteil der von Zuwanderern begangenen Straftaten seien Bagatelldelikte: Etwa ein Drittel macht laut BKA Diebstahl aus, ein weiteres Drittel Vermögens- und Fälschungsdelikte, darunter hauptsächlich das Nutzen von öffentlichen Verkehrsmittel ohne Fahrschein.
Gewaltdelikte wie Raub oder Körperverletzung beliefen sich in der Statistik auf 16 Prozent. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung lägen unter einem Prozent. Unter den Tatverdächtigen seien Serben, Kosovaren und Mazedonier überrepräsentiert im Vergleich zum Nationalitätenanteil in der Erstaufnahmestatistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Zeit Online, 13.11.15
NRW: Kein Anstieg der Kriminalität durch Flüchtlinge: Der Anstieg der Delikte im Zusammenhang mit dem Zustrom von Flüchtlingen habe im vergangenen Jahr gerade einmal 0,04 Prozent bei landesweit insgesamt 1,5 Millionen Straftaten betragen. Dies erklärte der NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) in einem aktuell veröffentlichten Bericht an den Rechtsausschuss des Nordrhein-Westfälischen Landtags. Westdeutsche Zeitung, 17.11.15

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