Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
DBH-Materialien Nr.75

Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Sexualstraftäterdateien - Zusammenarbeit von Bewährungshilfe und Polizei

Bayern hat die Datei HEADS (Haft-Entlassenen-Auskunfts-Datei-Sexualstraftäter) eingerichtet, durch die Sexualstraftäter enger kontrolliert und die Rückfallgefahr bei entlassenen Sexualverbrechern reduziert werden soll. Bei anstehender Haftentlassung von besonders rückfallgefährdeter Sexualtäter übermittelt die Justiz alle notwendigen Daten an die Polizei. Diese werden bei HEADS erfasst und die erforderlichen Maßnahmen werden mit der Bewährungshilfe, Führungsaufsicht sowie Jugendämtern koordiniert. Das bayerische Innen-, Sozial- und Justizministerium organisieren HEADS zentral beim Polizeipräsidium München. Die Polizei rechnet mit rund 800 registrierten ehemaligen Inhaftierten. Pressemeldung
Die Arbeitsgemeinschaft bayrischer Bewährungshelfer/innen hat Grundsätze der Zusammenarbeit benannt. In den folgenden Fällen wird die Zusammenarbeit geregelt: - bei Anzeichen für Gefährdungssituationen regt die Bewährungshilfe einen runden Tisch an, - bei Gefahr im Verzug informiert die Bewährungshilfe die örtliche Polizei und - die Teilnahme an den Gefährderansprachen der Polizei. Grundsätze zur Zusammenarbeit ABB-Verdi
In der Stellungnahme des Datenschutzbeauftragten in Bayern wird die zentrale Datenspeicherung von Sexualstraftätern problematisch angesehen, trotzdem wird das Verfahren nicht von vornherein abgelehnt. Erst nach Aufnahme des Wirkbetriebes sei dieses abschließend zu beurteilen: DatenschutzbeauftragterDie niedersächsischen Ministerien für Justiz und Inneres haben die neue Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern (KURS) vorgestellt. Das Ziel der gemeinsamen Konzeption ist die Verhinderung von Rückfällen von Sexualstraftätern, die aus der Haft entlassen wurden und unter Führungsaufsicht stehen. Die Zentralstelle KURS hat ihre Arbeit am 01.10.07 im LKA Niedersachsen mit zwei Mitarbeitern aufgenommen und wird die übermittelten Informationen der Justiz und des Maßregelvollzuges mit eigenen Erkenntnissen der Polizei anreichern und speichern. Pressemeldung

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