Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
DBH-Materialien Nr.74

40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
DBH-Materialien Nr.75

Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Medienkampagne gegen Kölner Jugendrichter

Kölner Jugendrichter haben die Berichterstattung im Fall eines Intensivtäters scharf kritisiert.
Im Prozess gegen den Jugendlichen wurde die Schuld des 18-Jährigen festgestellt, aber von einer Jugendstrafe oder der Verhängung von Arbeitsstunden abgesehen. Der Jugendliche hatte an Weiberfastnacht 2007 eine Person bewusstlos geschlagen. Er muß an einem Anti-Aggressionstraining teilnehmen und wurde einem Bewährungshelfer unterstellt. Die Staatsanwaltschaft hatte dreieinhalb Jahre Jugendstrafe gefordert und ist in die Berufung gegangen.
Die Kölner Presse berichtete polemisch über das angeblich zu milde Urteil des Jugendschöffengerichts, das den "Koma-Schläger" laufen ließ: "Köln - Koma-Schläger straffrei - Milder Richter ließ ihn laufen". Der Jugendrichter wurde in der Presse namentlich benannt und sein Bild veröffentlicht.
Kölner Express 29.05.08
Weitere Artikel und Stellungnahmen:
Artikel Kölner Stadtanzeiger 06.06.08
Die umstrittende Erklärung der Kölner Jugendrichter können Sie hier im Originaltext nachlesen.
Erklärung der DVJJ - Regionalgruppe Nordrhein
Im Diskussionsforum des Kölner Stadtanzeigers lesen Sie vorwiegend die Meinungsäußerungen von Menschen, die die Entscheidung des Jugendschöffengerichts kritisieren. Wir meinen, dass es wichtig ist, sich mit diesen Äußerungen auseinander zu setzen und für sinnvolle erzieherische Sanktionen einzutreten.
Für die Brücke Köln führt Prof. Riekenbrauk aus: "Es ist ein großer Irrtum anzunehmen, dass richterliche Weisungen zu einem Anti-Aggressionstraining oder zu einem Täter-Opfer-Ausgleich Freisprüchen gleichkommen. Die meisten müssen mit großer Anstrengung und Ausdauer an sich selbst arbeiten und lernen, Konflikte ohne Gewalt zu lösen und respektvoll miteinander umzugehen. Am Ende solcher sozialpädagogischer Gruppenarbeit, die in der Regel ein halbes Jahr dauert, wissen die Jugendlichen es am besten selbst: Freisprüche sehen anders aus!" Erklärung der Brücke Köln

Start Seitenanfang Kontakt AGB Impressum