Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

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Klippen der Prävention im Bereich der Jugendkrimi­na­li­tät – Nachsorge im Jugendstrafvollzug

24.-25.10.2012 in Stuttgart
Die Thematik „Jugendkriminalität“ hat seit vielen Jahren (print-)mediale Konjunktur. Die Macher der Medienmachinerie setzen Gewalt im urbanen Raum auch und vor allem von Intensivtätern in Szene und kolportieren dabei nicht selten einen Anstieg von Jugendkriminalität. Es soll nicht in Abrede gestellt werden, dass einzelne Quartiere bundesrepublikanischer Städte Brennpunkte gesellschaftlicher Probleme wie Exklusion und Desorganisation etwa in Form von Kriminalität sind. Und selbstverständlich ist nicht zu bestreiten, dass die
Bekämpfung der Jugendkriminalität nach wie vor eine große gesellschaftliche Aufgabe darstellt. Schließlich gibt es keinen Automatismus zu geringeren Fallzahlen. Gleichwohl ist ein sachlicher Umgang mit dem Thema Jugendkriminalität gefordert. Darüber hinaus ist es ratsam, wissenschaftliche Erkenntnisse über Kriterien und Ansätze hinsichtlich der Prävention von Delinquenz im Jugendalter genauer in den Blick zu nehmen. Denn natürlich sind weitere Maßnahmen im präventiven Bereich erforderlich.
Die Tagung strebt nach Aufklärung und Reflexion: Wie entwickelt sich die Jugendkriminalität in Deutschland – auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern? Welche Anstrengungen werden aktuell unternommen, kriminalpräventive Programme und Modelle zu entwickeln und zu evaluieren. Welche wissenschaftlichen Befunde hinsichtlich der Wirksamkeit von Kriminalprävention liegen vor? Lassen sich Merkmale erfolgreicher und nicht erfolgreicher präventiver Ansätze benennen? Insbesondere soll der Blick auf die notwendigen Kooperationen zwischen den beteiligten Akteuren – wie Sozialarbeit, Justiz, Polizei – und die Nachsorge im Jugendstrafvollzug gerichtet werden. Bei den Übergängen zwischen den stationären und ambulanten Maßnahmen bedarf es der besonderen Aufmerksamkeit und der Bereitschaft sich auf neue effektivere Wege einzulassen.
Eingeladen zu der Tagung sind neben Wissenschaftlern und Studierenden an Hochschulen sowie Kommunal und Sozialpolitikern Praktiker in den Handlungsfeldern und Bereichen Polizei, Schule, Stadt- und Sozialplanung,
Sozialarbeit, Justiz, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit.
Programm:
Mittwoch, 24. Oktober 2012 (ab 13.00 Uhr)
- Bestandsaufnahme von kriminalpräventiven und resozialisierenden Maßnahmen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Prof. Dr. Bernd-Rüdeger Sonnen, Hamburg
- Jugendkriminalität im Wandel? Perspektiven zur Entwicklung bis 2020
Prof. Dr. Thomas Görgen, Münster
- Jugendliche‚ Mehrfach- und Intensivtäter: Chancen und Grenzen der Institutionen übergreifenden Kooperation, Bernd Holthusen, München
- Kooperation zwischen Polizei und sozialer Arbeit zur Prävention im Bereich Jugendkriminalität, Prof. Dr. Kurt Möller, Esslingen
abends: Blues, Ragtime, Swing
Donnerstag, 25. Oktober 2012 (09:00 - 16:45 Uhr)
- Möglichkeiten und Grenzen sozialräumlicher Jugendkriminalprävention, Prof. Dr. Herbert Schubert, Köln
- Durchgehende Betreuung junger Straftäter: methodische Anmerkungen aus der Sicht des Case Management, Dr. Michael Monzer, Leinfelden-Echterdingen
- Freie Formen im Jugendstrafvollzug: ein Schritt zur Normalisierung des Jugendstrafvollzugs, Prof. Dr. Ulrich Goll, Waiblingen
- Internationale Ergebnisse zur evidenzbasierten Kriminalprävention von Jugendkriminalität, Prof. Dr. Dieter Rössner, Marburg
nachmittags Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppe 1: Nachsorge im Bereich des Jugendstrafvollzugs in freien Formen
Arbeitsgruppe 2: Jugendamtsverantwortung und -handeln im System der Jugendstrafrechtspflege
Arbeitsgruppe 3: Übergangsmanagement JVA Adelsheim/BASIS
Arbeitsgruppe 4: Die Bedeutung eines „Hauses des Jugendrechts“ bei regionaler Jugendkriminalitätsprävention
Arbeitsgruppe 5: Kooperationserfahrungen zwischen Polizei und Jugendhilfe in Stadt und Region
Arbeitsgruppe 6: Übergangsmanagement für junge Menschen zwischen Strafvollzug und Nachsorge – Problemfelder und beispielhafte Ansätze
Arbeitsgruppe 7: Was kann man aus der Schweiz lernen in Sachen Jugendstrafrechtspflege?
- Mögliche Lösungen in einem „unmöglichen System“, Prof. Dr. Andreas Strunk, Wernau

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