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dbh-newsletter Nr. 08/10 vom 08.07.2010
Themen:
1. Schuld und Strafe - ändert die Hirnforschung das Menschenbild?
2. Probation Rules
3. BEWÄHRUNGSHILFE: Beziehungsqualität
4. 20 Jahre Freie Hilfe Berlin
1. Schuld und Strafe - ändert die Hirnforschung das Menschenbild?
Prof. Michael Walter - Kriminologe an der Universität Köln - wirft dem Neurobiologen Gerhard Roth vor, dass er jedem Kriminalrecht, auch dem auf Erziehung abhebenden Jugendrecht, den Boden entziehen würde. Die Frage nach der Schuld und der Verantwortung für strafbares Handeln hat in den letzter Zeit nicht nur Strafrechtler beschäftigt. Gerade die Hirnforschung hat sich in die Debatte vehement eingebracht. Information
2. Probation Rules
Der Europarat hat die europäischen Bewährungshilfe-Rechte erarbeitet, die insgesamt 110 Paragraphen umfassen. Sie gliedern sich in sieben Abschnitte. Sie liegen bisher ausschließlich in englischer Sprache vor. Information
3. BEWÄHRUNGSHILFE: Beziehungsqualität
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift beschäftigen sich Gabriele Kawamura-Reindl und Larissa Stancu mit der Beziehungsqualität zwischen Bewährungshelfern und jugendlichen Probanden. In einem weiteren Artikel geht Klaus Mayer (Zürich) darauf ein, wie Zwangsbeziehungen gelingen können. Die Rede von Judith Greene auf der DBH-Bundestagung 2009 ist in deutscher Sprache veröffentlicht: Winds of chance - neue Strafrechtsentwicklung in den USA. Information
4. 20 Jahre Freie Hilfe Berlin
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands mussten unterschiedliche Vollzugssysteme angeglichen werden. Für die Inhaftierten in den Gefängnissen der DDR waren die Herausforderungen nach der Haftentlassung unvorstellbar groß. Die Freie Hilfe Berlin hat sich zu dieser Zeit gegründet und setzt sich seit dem für die Belange der straffällig gewordenen Menschen und ihre Angehörigen im Ost- und im Westteil der Stadt ein. Information
Druckversion dbh-newsletter Nr.08/2010
dbh-newsletter Nr. 07/2010 vom 16.06.2010
Themen:
1. Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung
2. Bewähren sich Bewährungsstrafen? - eine empirische Untersuchung der Praxis
3. Auszeichnung für Justizminister Bamberger für seine Verdienste um den TOA
4. DBH-Fachtagungen im Juli: Führen + Leiten und Übergangsmanagement
1. Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung
Die Europäische Kommission hat das Jahr 2010 zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (EJ 2010) ausgerufen. Die Nationale Armutskonferenz führt aus Anlass des EJ 2010 vom 19. bis 26. Juni 2010 eine nationale Fokuswoche durch. Am 23.6. findet die Forumsveranstaltung "Gegen Armut und soziale Ausgrenzung - Akteure im Dialog" mit Betroffenen, Politikern, Medien und der Fachöffentlichkeit statt. Information
2. Bewähren sich Bewährungsstrafen? - eine empirische Untersuchung der Praxis
Die Untersuchung von Enrico Weigelt befasst sich mit einer empirischen Analyse der Strafrechtspraxis und des Erfolges von Verurteilungen zu ausgesetzten Freiheits- und Jugendstrafen, den sog. Bewährungsstrafen. Auf der Grundlage von Datensätzen aus dem Bundeszentral- und Erziehungsregister werden rund 120.000 zu aussetzungsfähigen Freiheits- oder Jugendstrafen Verurteilte aus dem gesamten Bundesgebiet hinsichtlich ihrer konkreten Sanktionierung im Bezugsjahr und einer etwaigen erneuten Straffälligkeit in einem vierjährigen Folgezeitraum untersucht. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit dem Erfolg der Bewährungsstrafen im Vergleich zu anderen, alternativ verhängbaren Sanktionen. Information
3. Auszeichnung für Justizminister Bamberger für seine Verdienste um den TOA
Auf dem 13. Forums für Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) wurde der rheinland-pfälzische Justizminister Dr. Heinz Georg Bamberger mit dem "Theo A. Preis" geehrt. Die zum sechsten Mal verliehene Auszeichnung hebt Persönlichkeiten hervor, die sich für die Entwicklung und praktische Umsetzung des Täter-Opfer-Ausgleichs engagiert und erfolgreich eingesetzt haben. Information
4. DBH-Fachtagungen im Juli: a) Führen + Leiten und b) Übergangsmanagement
a) Vorwiegend regionale Leitungskonzepte werden aus Aschaffenburg, Ravensburg, Siegen, Braunschweig + Osnabrück vorgestellt. Die Seminartermine: 05.07., 04.10., 01.11.10 in Frankfurt/Main Information. b) Die Übergangsproblematik zwischen Strafvollzug und ambulanter Betreuung wird anhand folgender Beispiele vorgestellt und diskutiert: Hamburg (Bericht Fachkommission), Rheinland-Pfalz (JSA Wittlich u.a.), Berlin ( JVA Tegel, Freie Hilfe), bundesweit (DBH-Projekt Übergangsmanagement) und Europa (CEP-Generalsekretär). Fachtagung 06.-07.07.10 in Frankfurt/Main Information
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