Schuld und Strafe - ändert die Hirnforschung das Menschenbild? Die Frage nach der Schuld und der Verantwortung für strafbare Handeln hat in den letzter Zeit nicht nur Strafrechtler beschäftigt. Gerade die Hirnforschung hat sich in die Debatte vehement eingebracht, wie zuletzt der Verhaltensphysiologe und Neurobiologe Gerhard Roth gemeinsam mit der Juristin Grischa Merkel.
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Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung Die Europäische Kommission hat das Jahr 2010 zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (EJ 2010) ausgerufen. Angesichts europa weitsteigender Zahlen der von Armut Betroffenen bzw. Gefährdeten stellt sich diese Entscheidung gerade zu als eine Notwendigkeit dar, um vorhandene Armut, deren Ursachen und Auswirkungen weiter sichtbar zu machen sowie weiter gehende Vorschläge zur Armutsbekämp fung und die hierzu notwendigen Veränderungen der Rahmenbedingungen zu er arbeiten. Die Nationale Armutskonferenz führt aus Anlass des EJ 2010 vom 19. bis 26. Juni 2010 eine nationale Fokuswoche durch. Dazu finden gebündelt zahlreiche Aktionen von
Akteuren und Gruppen zum Thema „Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“ statt. In der Forumsveranstaltung am 23.6. „Gegen Armut und soziale Ausgrenzung – Akteure im Dialog“ kommen Betroffene, Politiker, Medien und Fachöffentlichkeit zusammen, beschreiten dabei neue Wege des Austausches und der Verständigung und eröffnen somit neue Perspektiven bei der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Die Forumsveranstaltung wird von der Nationalen Armutskonferenz in Kooperation mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz veranstaltet.
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15. Deutscher Präventionstag Der 15. Deutsche Präventionstag fand vom 10.-11. Mai 2010, unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit, in Berlin statt.
Neben zahlreichen aktuellen Themen aus dem gesamten Arbeitsfeld der (Kriminal-)Prävention befasste sich der 15. Deutsche Präventionstag schwerpunktmäßig mit dem Themenkomplex "Bildung – Prävention – Zukunft". Die Tagung fand im Internationalen Congress Centrum Berlin (ICC) statt. Es nahmen erneut über 2.000 Entscheidungsträger und Gäste an dieser internationalen Tagung teil.
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NRW: Kommission für eine effektive Präventionspolitik legt Bericht vor Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat eine Enquetekommission zur Erarbeitung von Vorschlägen für eine effektive Präventionspolitik eingerichtet. Diese hat nun ihren Bericht an die Landtagspräsidentin des Landtages übergeben und am 12. März 2010 auf einer Pressekonferenz erläutert. Die 35 Handlungsempfehlungen sollen helfen, die Präventionsarbeit des Landes zu stärken. Die Kommission sollte Vorschläge entwickeln, u.a. unter dem Eindruck der Ereignisse in der JVA Siegburg "die Konzeption neuer Erziehungs- und Strafmaßnahmen für straffällig werdende Jugendliche und Heranwachsende zu diskutieren und dem Landtag umsetzbare Vorschläge zu unterbreiten."
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Hartz IV-Debatte auch ein Thema für die Straffälligenhilfe Die aktuelle Hartz IV-Debatte betrifft einen großen Teil des Klientels der Straffälligenhilfe, die von dieser Leistung abhängig sind. Eine Parteilichkeit erscheint angebracht, da in dieser Debatte von einigen Politikern die vorgebrachten Argumente in Diffamierungen ausarten und einen Generalverdacht vermitteln. Das kann selbstverständlich nicht eine pauschale Zustimmung zu allen Verhaltsweisen einzelner Hartz IV-Empfänger bedeuten - die im Einzelfall sich ggf. nicht korrekt verhalten. Zum Teil werden in der Debatte auch Migranten benannt, die verhältnismäßig mehr Hartz IV beziehen. Nach einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) haben 28 Prozent aller Hartz-IV-Bezieher einen Migrationshintergrund. Dabei ist es aber bedeutsam die Bildungshintergründe zu betrachten, der bedeutend niedriger sind als bei den Deutschstämmigen. Sie haben häufig gar keinen Bildungsabschluss oder einen höheren, wobei diese Abschlüsse aber in Deutschland meist nicht anerkannt werden. Schließlich seien Migranten großteils ehemalige Gastarbeiter, die gerade als Ungelernte ins Land geholt wurden und deren Arbeitsplätze es heute nicht mehr gibt.
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Wieviel Kriminalität braucht die Gesellschaft? Nils Christie im Gespräch Die Frage nach dem Sinn des Gefängnis wird heute selten gestellt, eher die Frage nach einer Strafverschärfung wird immer wieder aufgeworfen. Einige Kriminologen jedoch warnen vor den Gefahren der Institution "Gefängnis", wie Nils Christie, der unlängst auf der DBH-Bundestagung einen sehr interessanten Vortrag hielt.
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Kriminalpolitik gestalten: Übergänge koordinieren - Rückfälle verhindern - 20. DBH-Bundestagung Die alle drei Jahre stattfindende Bundestagung fand mit 250 Teilnehmenden vom 23. - 26.09.09 in Berlin in Kooperation mit der Freien Universität Berlin und örtlichen Trägern der Straffälligenhilfe statt. In der Eröffnungsveranstaltung wurden grundsätzliche Beiträge vorgetragen, an den Folgetagen bestand die Möglichkeit zu unterschiedlichen Themenbereichen in Workshops und im Plenum teilzunehmen.
Auf der anschließenden Bundesversammlung wurde das neue DBH-Präsidium gewählt. Als neuer Präsident wurde Prof. Dr. Heinz Cornel gewählt. Nach 27-jähriger Leitung des Verbandes kandidierte Prof. Dr. Hans-Jürgen Kerner nicht mehr.
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Abschlussbericht des Expertenkreis zu dem Amoklauf in Winnenden Nach dem Amoklauf von Winnenden am 11. März 2009, bei dem 16 Menschen starben, hat die Landesregierung von Baden-Württemberg eine Kommission mit dem Namen "Expertenkreis Amok" eingesetzt. Diese empfiehlt als Präventionsmaßnahme gegen Amokläufe unter anderem ein Verbot sogenannter Killerspiele. Auch weitere Internetsperren stehen im Forderungskatalog des Fachkreises. Der Abschlussbericht liegt vor.
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Landespräventionstag Nordrhein-Westfalen am 17.11.2009 in Hamm Der Landespräventionsrat veranstaltete mit 350 Teilnehmenden den Landespräventionstag zur Kriminalprävention in Schule und Stadtteil. Dabei standen die integrative Arbeit in der Karlschule (Hauptschule) und im Stadtteil „Norden“ der Stadt Hamm im Mittelpunkt.
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Haus des Jugendrechts: 10 Jahre Stuttgart - neu in Köln 11.700 Fälle sind im Haus des Jugendrechts in Stuttgart bearbeitet worden. Nun hat die bundesweit bekannte Vorzeigeeinrichtung ihren zehnten Geburtstag gefeiert. Unter einem Dach sind die Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe. Das Intensivprogramm für Jungtäter ist auf den Stadtbezirk Bad Cannstatt begrenzt.
In Köln wurde nun ebenfalls ein Haus des Jugendrechts eingerichtet, vornehmlich für Intensivtäter.
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Landkarte der Armut in Deutschland Der Paritätische Gesamtverband stellt einen Armutsatlas über die Regionen in Deutschland vor. Er zeigt die reichsten und ärmsten Gebiete und fordert die Politik zum Handeln auf.
Im Süden wohnen die Reichen, im Osten die Armen und in der Mitte die Normalen. Diesen Trend hat die neueste Studie des Paritätischen ergeben. Der Atlas zeigt das Armutsrisiko in Deutschland erstmals auf regionaler Ebene verteilt. Armutsatlas des Paritätischen
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Tabak, Alkohol, Haschisch: Der Drogenbericht 2009 Koma-Saufen gehört trotz aller Warnungen vor den Risiken bei vielen Jugendlichen in Deutschland weiterhin zum Alltag. Mehr als ein Fünftel der Minderjährigen sei im vergangenen Jahr mindestens einmal pro Monat betrunken gewesen, sagte die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing bei der Vorstellung des neuen Drogenberichts. Im Vorjahr trank sich jeder Vierte einmal monatlich an die Grenze des Ertragbaren heran.
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Für eine humane Strafrechtspflege: Unterstützen - aktiv teilnehmen - Mitglied werden Ab 2009 ist die Aufnahme von Einzelmitgliedern beim DBH-Fachverband möglich.
Der DBH versteht sich als Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik und will mit der zusätzlichen Aufnahme von Einzelmitgliedern das Engagement von Einzelpersonen stärken und fördern.
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Amoktaten von Jugendlichen Während die Zahl schwerer Gewalttaten von Jugendlichen zumindest in Deutschland, Kanada und den USA eher rückläufig ist, hat das Phänomen der jugendlichen Amoktaten zugenommen. In der Talkshow "Anne Will" wurde nur wenige Tage nach dem schrecklichen Ereignis in Winnenden mit verschiedenen Persönlichkeiten diskukutiert, u.a. auch mit der Kriminologin Prof. Britta Bannenberg.
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Studie zur Jugendgewalt Jugendgewalt hat sich in den letzten zehn Jahren leicht verringert, das Ausmaß des Rechtsextremismus ist erschreckend. Dies besagt eine Studie, die vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen durchgeführt wurde, die von Prof. Christian Pfeiffer und Innenminister Schäuble vorgestellt wurde.
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Der 22-jährige Gökhan war auf dem besten Wege die Laufbahn eines Kriminellen einzuschlagen Doch er zog rechtzeitig die Notbremse und ist jetzt ein "Musterschüler". Mehr noch, er engagiert sich auch für ein Projekt der Jugendbewährungshilfe Salzgitter. Dort warnt er Schüler vor einer kriminellen Karriere, vor allem an Hauptschulen.
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Einsicht gegen Gewalt junger Straftäter An der Schnittstelle von Kriminalwissenschaften und Psychologie stellt das Buch von Svenja Taubner Einzelfallanalysen von gewalttätigen Jugendlichen ins Zentrum der Untersuchung. Am Beispiel des Täter-Opfer-Ausgleichs wird die Auseinandersetzung junger Männer mit ihren Gewaltstraftaten beschrieben. Die Autorin, Mitarbeiterin an der Universität Kassel, arbeitet heraus, dass einseitige Täterzuschreibungen einem Lernprozess entgegenwirken, und stellt Vorschläge für Entwicklungsmöglichkeiten dar.
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Wie soll mit ausländischen Intensivtätern umgegangen werden? Die Zeitschrift "Das Parlament" beschäftigt sich in dem Schwerpunkt-Thema "Kriminalität" u.a. mit der Problematik: Wie soll mit ausländischen Intensivtätern umgegangen werden? Dazu nehmen Vertreter der fünf Bundestagsfraktionen Stellung.
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500 junge Intensivtäter sind in Berlin registriertBei der Berliner Staatsanwaltschaft werden derzeit rund 500 jugendliche Straffällige geführt, die mehr als zehn Straftaten in einem Jahr verübten. Rund 70 Prozent dieser Intensivtäter haben nach Angaben des Justizsenats einen Migrationshintergrund. |
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Hessische Expertenkommission zur Bekämpfung der Jugendkriminalität übergibt AbschlussberichtDie Expertenkommission wurde Anfang 2008 nach dem hessischen Wahlkampf eingerichtet. Sie tagte unter dem Vorsitz des Hessischen Generalstaatsanwalts Dieter Anders und besteht aus hochkarätigen Vertretern verschiedener Berufsgruppen und Bundesländer. Die Expertenkommission verfolgte die Frage nach der Entstehung von Jugendkriminalität, analysierte die Wirksamkeit des Jugendstrafverfahrens und hat Vorschläge zur Verbesserung erarbeitet. |
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Entstehung und Verlauf der Jugendkriminalität - Ergebnisse einer kriminologischen Langzeituntersuchung Warum werden Jugendliche straffällig? Prof. Dr. Klaus Boers, Kriminologe an der Universität Münster, und Prof. Dr. Jost Reinecke, Soziologe an der Universität Bielefeld, gehen dieser Frage mit einer in Deutschland einmaligen kriminologischen Verlaufsuntersuchung nach.
Erste Ergebnisse wurden veröffentlicht.
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Bedeutende internationale Auszeichnung für Prof. Kerner Der Direktor des Instituts für Kriminologie und Präsident des DBH-Fachverbandes, Prof. Dr. Hans-Jürgen Kerner, wurde mit dem internationalen Emile Durkheim Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
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Medienkampagne gegen Kölner Jugendrichter Kölner Jugendrichter haben die Berichterstattung im Fall eines Intensivtäters scharf kritisiert.
Im Prozess gegen den Jugendlichen wurde die Schuld des 18-Jährigen festgestellt, aber von einer Jugendstrafe oder der Verhängung von Arbeitsstunden abgesehen. Der Jugendliche hatte an Weiberfastnacht 2007 eine Person bewusstlos geschlagen hatte. Er muß ein Anti-Aggressionstraining absolvieren und bekam einen Bewährungshelfer zur Seite gestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte dreieinhalb Jahre Jugendstrafe gefordert und Berufung eingelegt.
Die Kölner Presse berichtete polemisch über die zu milde Justiz, die den "Koma-Schläger" laufen ließ: "Köln - Koma-Schläger straffrei - Milder Richter ließ ihn laufen" Kölner Express 29.05.08
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