Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

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Zum Präsidenten wurde Prof. Dr. Heinz Cornel gewählt.
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DBH-Projekt: Übergangsmanagement für junge Menschen vom Jugendstrafvollzug in ein eigenständiges Leben - Problemfelder und beispielhafte Ansätze

Am 01.10.2009 startete in Trägerschaft des DBH-Fachverbands ein Projekt zum Übergangsmanagement vom Jugendstrafvollzug in den Arbeitsmarkt und in ein eigenständiges Leben. Im Mittelpunkt des dreijährigen, von der Aktion Mensch und der Robert Bosch Stiftung geförderten, Vorhabens stehen der Know-how-Transfer beispielhafter Ansätze durch ihre Präsentation in einer Praxisdatenbank und einen gezielten Fachaustausch in Workshops und auf Fachtagungen. Außerdem sollen Problemfelder des Übergangsmanagements für jugendliche Haftentlassene im gesamten Bundesgebiet benannt werden.

Strafvollzug - "Aus Politik und Zeitgeschichte"

Die Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" - Beilage der Zeitung "Das Parlament" - widmet sich in der Ausgabe Nr. 7/2010 vom 15.02.10 dem Thema Strafvollzug.
Es schreiben darin:
- Vom Sinn des Strafens - Essay (Winfried Hassemer)
- Strafvollzug in Deutschland - rechtstatsächliche Befunde (Frieder Dünkel)
- Strafvollzug oder Haftvermeidung - was rechnet sich? (Horst Entorf)
- Jugendstrafvollzug (Philipp Walkenhorst)
- Psychiatrische Maßregelbehandlung (Georg Stolpmann)
- Gefangenensubkulturen (Klaus Laubenthal)
- Minoritäten im Strafvollzug (Joachim Walter)

Russland will den Strafvollzug grundlegend reformieren

Russland will seinen Strafvollzug von Grund auf erneuern und damit Haftbedingungen abschaffen, wie sie seit den stalinistischen Zeiten herrschen. Das teilte der russische Justizminister in Moskau mit. Der derzeitige Strafvollzug, "der noch auf Stalins Konzentrationslager zurückgeht", solle durch ein milderes System abgelöst werden. Der russischer Staatspräsident bestärkte die angekündigte Reform des Strafvollzugssystems.

Roman Polanski: mit elektronischer Fußfessel in die Freiheit

Der Starregisseur Roman Polanski wurde unter Auflagen aus der Auslieferungshaft in der Schweiz entlassen. Neben der Zahlung einer Kaution in Höhe von drei Millionen Euro verpflichtet er sich die elektronische Fußfessel zu tragen. Er hat sich in seinem Schweizer Ferienhaus aufzuhalten.

Podknast - Botschaften aus dem Gefängnis

Auf der Internetseite "Podknast.de" werden Videosequenzen, die über den Gefängnisalltag berichten, dargestellt. Sie ist ein Justiz-Online-Projekt des Justizministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen. Es soll die Inhaftierten dazu anregen sich über das eigene Verhalten auseinander zu setzen und gefährdete Jugendliche aufzuklären. Deshalb gehören zur Zielgruppe auch Bewährungshelfer, Lehrer, Mitarbeiter aus Jugendhilfe und Drogenberatung.

Knast sind immer die anderen - Kunstausstellung der NGBK in Berlin

„Knast" – das sind in der öffentlichen Rezeption vornehmlich "die anderen": ein Phänomen, eine Wirklichkeit, die einen nicht zu betreffen scheint. Die Ausstellung versucht die künstlerische Annäherung an dieses zunehmend ins Abseits gedrängte System, das kontinuierlicher, aber wenig hinterfragter Teil gesellschaftlichen Funktionierens ist.

Erneute Folterübergriffe in einer Jugendstrafanstalt - diesmal in Sachsen

Das Justizministeriumin Sachsen hat einen Bericht der Zeitschrift "Focus" bestätigt, nach dem in der Jugendstrafanstalt Regis-Breitingen bei Leipzig schon vor etwa einem Jahr ein damals 18 Jahre alter Inhaftierter von zwei Mitgefangenen gefoltert und fast getötet worden sein soll. Gegen die beiden mutmaßlichen Täter ist wegen versuchten Mordes Anklage erhoben worden.

Elektronische Fußfessel in Baden-Württemberg zur Haftvermeidung

Der Ministerrat in Baden-Württemberg hat nach Abschluss des Anhörungsverfahrens am 23. Juni 2009 einen Gesetzentwurf des Justizministeriums über die elektronische Aufsicht im Vollzug der Freiheitsstrafe und dessen Einbringung in den Landtag beschlossen. Mit der ersten Lesung im Landtag ist noch vor der Sommerpause zu rechnen.

Vorbereitung auf ein Leben ohne Straftaten

Im Rahmen eines Modellprojektes sind in den Vollzugsanstalten in Niedersachsen vier Handlungsfelder erarbeitet worden, mit denen die für die Entlassung relevanten Daten abgefragt und überprüft werden sollen. Dabei gehe es darum, ob Personalpapiere vorhanden sind, welche Kontakte der Inhaftierte privat, zur Arbeitsverwaltung oder zur Bewährungshilfe hat und ob gegebenenfalls Suchtprobleme bestehen. In individuell festzulegenden Einzel- oder Gruppenmaßnahmen würden dann die erkannten Problemfelder aufgearbeitet.

Tour de France der Resozialisierung

Etwa 200 Inhaftierte werden im Juni 2009 auf Räder steigen und eine eigene Tour de France bestreiten. Begleitet werden sie auf den 2.300 Kilometern von 124 Aufsehern und Sport-Anleitern, die ebenfalls Rad fahren. "Dieses Projekt soll den Männern dabei helfen, sich mit Werten wie Fleiß, Teamwork und Selbstwertgefühl wieder in die Gesellschaft zu integrieren", sagt die Gefängnisdirektorin.

JVA Offenburg ist fertig gestellt

In Baden-Württemberg wird die JVA Offenburg mit 500 Haftplätzen ab Juni belegt. Davon sollen 60 Plätze für die Sozialtherapie reserviert werden. Die JVA wird teilprivatisiert betrieben.

JVA Burg wird eröffnet

Die ersten Häftlinge werden in die Justizvollzugsanstalt (JVA) in Burg-Madel untergebracht. Das neue Gefängnis in Sachsen-Anhalt liegt an der Autobahn 2 nach Berlin. Bis Oktober sollen alle 650 Haftplätze belegt sein. Der Neubau wurde von privaten Investoren geplant und komplett mit 100 Millionen Euro finanziert. Das private Konsortium betreibt das Gefängnis im Rahmen eines PPP-Modells (Private Public Partnership) mit.

Fußfessel statt Knast

Im SWR wurde über den geplanten Modellversuch in Baden-Württemberg zur Elektronischen Fußfessel diskutiert. Es waren daran beteiligt:
Dr. Rita Haverkamp, Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht Freiburg; Dr. Susanne Müller, Richterin am Landgericht Offenburg und Mitglied der Neuen Richtervereinigung und Prof. Dr. Rüdiger Wulf, Ministerialrat, Justizministerium Baden-Württemberg.

Studie zu Langstrafenvollzug und Menschenrechte

Erste Ergebnisse einer international vergleichenden Studie zu den Lebens- und Haftbedingungen von Gefangenen mit langen Freiheitsstrafen von Prof. Dr. Frieder Dünkel, Universität Greifswald, Lehrstuhl für Kriminologie und weiteren Mitarbeiterinnen der Hochschule. Selbstmordversuche, Drogenkonsum und Vergewaltigungen sind irritierend häufig. Im europaweiten Vergleich schneiden deutsche Gefängnisse schlecht ab.

88 Prozent der Inhaftierten leiden an psychischen Erkrankungen

Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt eine Untersuchung in der JVA Bielefeld - Brackwede I. Die Daten wurden durch ein Forscherteam des Aachener Uniklinikums und des Bielefelder Zentrums für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin gesammelt.

Vollzug im Wandel:

Vor 40 Jahren wurde das neue Gefängis in Köln eröffnet und hat damit die bisherige Anstalt ersetzt, die in der Innenstadt lag. Den Namen Klingelpütz hat sie aber mitgenommen. In einem Interview beschrieben 2 Langzeitinhaftierte ihre früheren und heutigen Erfahrungen.

Misshandlungen in JVA Gelsenkirchen vertuscht?

Ein Inhaftierter der JVA Gelsenkirchen wurde von seinen Mithäftlingen im März 2008 gequält, missbraucht und zum Selbstmord aufgefordert. Der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Sichau wirft dem Justizministerium vor, den Fall vertuschen zu wollen. Nach den Vorfällen in Siegburg habe dieser Vorfall "nicht in die Landschaft gepasst", führt er aus. Was im Frühjahr 2008 in der JVA Gelsenkirchen passierte, erinnert an den bundesweit Aufsehen erregenden Fall in der JVA Siegburg vom November 2006: Damals hatten drei junge Männer einen Mithäftling tagelang gequält und ihn dann zum Selbstmord gezwungen.

Deutschland ratifiziert Fakultativprotokoll zum VN-Antifolterübereinkommen

Die Bundesrepublik Deutschland hat die Ratifikationsurkunde zum "Fakultativprotokoll vom 18. Dezember 2002 zum Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe" (OP-CAT) bei den Vereinten Nationen in New York hinterlegt.
Von einem Sekretariat bei der Kriminologischen Zentralstelle (KrimZ) werden entsprechende Überprüfungen in allen freiheitsentziehenden Einrichtungen in Deutschland durchgeführt - also auch in den Justizvollzugsanstalten und den Forensischen Psychiatrien. Als Leiter der Bundesstelle wurde Klaus Lange-Lehngut (ehem. Leiter der JVA Tegel) ernannt.

1.160 Deutsche in ausländischen Gefängnissen

Nach vorläufigen Zahlen des Auswärtigen Amtes, die der Nachrichtenagentur AP vorliegen, befanden sich am 01.11.08 1.160 deutsche Staatsbürger im Ausland in Haft. Die Länder mit den meisten deutschen Häftlingen sind Spanien und die USA, in der Mehrzahl der Fälle geht es um Drogendelikte oder Betrug.

Lebenslangen Freiheitsstrafe - Untersuchung der KrimZ

Die jährliche Studie der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden (KrimZ) ermittelt die Dauer der Inhaftierung und die Gründe der Entlassung bei lebenslanger Freiheitsstrafe, Sicherungsverwahrung und Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.
Die aktuelle Untersuchung enthält Zahlen aus dem Jahr 2006. Am 31. Mai 2006 waren 1.919 "Lebenslängliche" inhaftiert, davon wurden 40 entlassen - überwiegend Männer, wegen Mord verurteilt und fast ausschließlich Deutsche. Die Durchschnittsdauer ihrer Haftzeit betrug knapp 18 Jahre.

Die Feile im Christstollen? Persönliche Pakete verboten

Tausende Inhaftierte müssen auf Pakete zu Weihnachten verzichten. Die Strafvollzugsgesetze untersagen in Niedersachsen und Hamburg den Empfang von Päckchen mit Nahrungs- und Genussmitteln, in Bayern sogar alle persönlichen Pakete.

Rückkehr zur Resozialisierungs-Idee

Der Hamburger Strafvollzug soll der Resozialisierung von Gefangenen und ihrer Wiedereingliederung in die Gesellschaft mehr Gewicht einräumen als bisher. Das gibt das neue Hamburger Strafvollzugsgesetz vor, das zurzeit noch behördenintern abgestimmt wird. Hamburg hatte erst vor einem Jahr ein aufsehenerregendes Strafvollzugsgesetz geschaffen, dass besonders strikt ist.

Bayerns Gefängnisse sind chronisch überfüllt - die Gewalt nimmt zu.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg wirft vier Männern vor, sie hätten im März 2006 in der Justizvollzugsanstalt Kaisheim mit 15 bis 20 Mann einen Mitgefangenen im Keller der Haftanstalt in einen Hinterhalt gelockt, um dann mit Händen und Füßen auf ihn einzuschlagen. Dem Opfer ist laut Staatsanwalt niemand zu Hilfe gekommen.

Gleichbehandlung männlicher und weiblicher Gefangener bei Telefongesprächen und beim Einkauf

Die Verfassungsbeschwerde eines Strafgefangenen, der sich gegen die Ungleichbehandlung männlicher und weiblicher Gefangener in Bezug auf Telefonate und Einkaufsmöglichkeiten wandte, war erfolgreich.

Neue Berliner Haftanstalt unter Beteiligung von privaten Unternehmen

Die neue Berliner Haftanstalt im brandenburgischen Großbeeren - am Stadtrand von Berlin - soll unter Beteiligung von privaten Unternehmen betrieben werden. Dies soll jetzt in einer Konzeptentwicklung beschrieben werden.

Erklärung des DBH-Präsidiums zum Übergangsmanagement

Das DBH-Präsidiums hat in seiner Sitzung im Juni 08 eine Erklärung zum Übergangsmanagement verabschiedet: Der DBH-Fachverband tritt für eine integrierte Arbeit zur Resozialisierung von Straffälligen ein.

Zurück in die Freiheit

Unter diesem Titel beschreibt der Kölner Stadtanzeiger die Vorbereitungen und die Entlassung eines Jugendlichen aus dem Jugendstrafvollzug in Siegburg. In der Artikelserie werden die Entlassungsvorbereitung, die Entlassung, die ersten Erfahrungen in Freiheit und die weitere Entwicklung beschrieben. Der Jugendliche wurde über einen Zeitraum von drei Monaten von einer Journatistin begleitet.

Wettbewerb der Knastmaler

Der Wettbewerb der "Knastmaler" feiert Jubiläum. Zum 10.Mal werden die besten Arbeiten von Malern im Gefängnis ausgezeichnet. 415 Häftlinge haben seit 1998 mit 873 Bildern teilgenommen. In diesem Jahr gewann das Gemälde "Der Narr" aus der Sozialtherapeutischen Anstalt Halle.

Junge Straftäter sprechen über den Alltag im Jugendarrest

Jugendliche erzählen über ihre Erfahrungen im Jugendarrest in der Arrestanstalt Düsseldorf. Die Aufnahmen können angehört und zum Beispiel für Präventionsmassnahmen eingesetzt werden.

Seelsorge - Themenschwerpunkt in der Zeitschrift Bewährungshilfe

Die Zeitschrift eröffnet einen Blick auf die Sicht evangelischer, katholischer und islamischer Seelsorge.

Evaluation des Justizvollzugs - Untersuchung von Prof. Entorf

Zwei Jahre lang hat der Frankfurter Professor Horst Entorf 1800 Häftlinge befragt. In einer Langzeitstudie hat der Ökonom Daten über die Lage in Deutschlands Gefängnissen gesammelt. Die Ergebnisse des Projekts hat Horst Entorf jetzt zusammen mit Susanne Meyer und Jochen Möbert in dem Buch „Evaluation des Justizvollzugs“ dargestellt.

JVA Hünfeld teurer als vergleichbares staatliches Gefängnis

Im Jahr 2007 kostete ein Haftplatz in der teilprivatisierten JVA Hünfeld mehr als in der vergleichbaren staatlichen Einrichtung in Darmstadt.

Weitere teilprivatisierierte Strafvollzugsanstalten in Deutschland

Neben der JVA Hünfeld, die zu Beginn des Jahres 2006 eröffnet wurde, werden in Offenburg (Baden-Württemberg) und Burg (Sachsen-Anhalt) weitere Anstalten neu gebaut, die nach einem teilprivatisiertem Modell betrieben werden sollen.

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