Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Fortbildung 2014

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Bildungswerk 2014

Restorative Justice

DBH-Materialien Nr.71 DBH-Materialien Nr.71

DBH-Bundestagung

23.-26. September 2015 im Ostseeresort Damp (Schleswig - Holstein)

88 Prozent der Inhaftierten leiden an psychischen Erkrankungen

Die Ergebnisse seien alarmierend, sagt Frank Schneider, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) und Mitautor der Studie. Die Zahlen übertreffen die Vergleichsdaten der Allgemeinbevölkerung um ein mehrfaches. Über 70 Prozent der Inhaftierten litten an "substanzbezogenen Störungen", wobei die Männer eher alkohol- und die Frauen eher opiatabhängig waren. Etwa ein Drittel aller Inhaftierten wiesen Angststörungen auf. Bei den Frauen nahmen hier posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) mit über 30 Prozent eine herausragende Stellung ein. Auch in der Gruppe der psychotischen Störungen (beispielsweise Schizophrenie) und der affektiven Störungen (Depressionen) lag die Häufigkeit einer Erkrankung massiv höher als in der Normalbevölkerung.
Bei 83 Prozent der Gefangenen bestehe direkter, fachspezifischer Behandlungsbedarf, der "bisher im Strafvollzug nicht oder nur unzureichend befriedigt wird", so ein Ergebnis der Studie.
Psychischer Knacks im Knast, justiz-online, 23.07.08
Gesundheitsentzug, Artikel taz, 07.02.09
Interview mit Frank Schneider, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) und Mitautor der Studie:
"Psychisch kranke Straftäter haben keine Lobby", taz, 07.02.09
In der Zeitschrift Bewährungshilfe wurde die Studie vorgestellt (Inhaltsverzeichnis): Psychische Störungen und Psychosoziale Beinträchtigungen bei Gefangenen, Bewhi Nr.3 / 2005

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