
In seinem aktuellen Interview des YouTube-Kanals "Referat_Y - Division_Y" spricht Jo Tein mit Anke Spoorendonk. Frau Spoorendonk war von 2012-2017 Justizministerin in Schleswig-Holstein und zudem zuständig für die Ressorts Kultur und Europa. Sie war die erste Ministerin der Partei der dänischen Minderheit "SSW".
Frau Spoorendonk berichtet davon, wie sie aufgewachsen ist und wie es dazu kam, dass sie Justizministerin wurde. Geboren in Schleswig ging Frau Spoorendonk zunächst dort zur Schule, absolvierte ihr Abitur allerdings in Flensburg, bevor sie dann nach Kopenhagen ging, um dort Geschichtswissenschaften zu studieren. In Kopenhagen lebte sie zehn Jahre lang, bis es sie 1977 erneut nach Flensburg zog, wo ihr eine Stelle an einem dänischen Gymnasium angeboten wurde, an welchem sie schließlich bis 1996 unterrichtete.
Ihre Biografie schildert Frau Spoorendonk insbesondere im Lichte der Geschichte und des Lebens der dänischen Minderheit. Mit dem Satz "Man ist Teil der dänischen Minderheit, weil man es will" bringt sie zum Ausdruck, dass die persönliche Identität und die Entscheidung, Teil der dänischen Minderheit sein zu wollen, die ausschlaggebenden Faktoren dafür sind, dass Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft Teil der dänischen Minderheit werden. Frau Spoorendonk berichtet, wie und warum die dänische Minderheit 1920 entstanden ist, skizziert die Gründungsgeschichte der SSW, der offiziellen Partei der dänischen Minderheit und erläutert, was ihre Eltern dazu bewogen hat, Teil der dänischen Minderheit zu werden.
Im zweiten Teil des Interviews erzählt Anke Spoorendonk davon, wie ihr Arbeitsalltag als Justizministerin aussah, welche Rolle die Bewährungs- und Straffälligenhilfe im Landesjustizministerium Schleswig-Holstein spielt und wie die Interessen der Bewährungs- und Straffälligenhilfe am besten vorangebracht werden können.