Schweiz: Dossier Übergangsmanagement - Wege in die Freiheit

Aufgrund des langwierig andauernden Diskurses über nachhaltiges Übergangsmanagement von Strafentlassenen, veröffentlichte das Schweizerische Ausbildungszentrum für das Strafvollzugspersonal (SAZ) auf ihrer Homepage ein neues Dossier zum Thema Übergangsmanagement - Wege in die Freiheit.

Der Ursprung des Übergangsmanagements fußt in der Pädagogik und beschreibt den Übergang zwischen Schulwesen und Arbeitsmarkt. Das in der Straffälligenhilfe verwandte Konzept zielt jedoch auf eine nachhaltige berufliche sowie soziale Wiedereingliederung von entlassenen StraftäterInnen hin. Der umfangreiche Ansatz des Übergangsmanagements gilt als Hilfestellung zum Ausstieg aus der Straffälligkeit und möchte kriminogene Risikofaktoren minimieren.

Während die Forschung dem Übergangsmanagement eine moderate Reduzierung der Rückfallwahrscheinlichkeit zurechnet, zeigt sich gleichermaßen Verbesserungspotenzial der praktischen Konzepte des Übergangsmanagements. Besonders die wesentliche Koordination, Kooperation und Individualisierung stellen anhaltende Herausforderungen dar.

Wird die Praxis betrachtet, lassen sich verschiedene Ansätze und Programme je nach Ausgangslage und Region ausfindig machen. Die Schweiz schreibt beispielhaft nach Art. 75 StGB die Förderung der Resozialisierung von Strafgefangenen deutlich fest und versucht somit die Umsetzung eines spezialpräventiv gestalteten Progressionsvollzugs zu implementieren. Dennoch zeigen sich gravierende kantonale Unterschiede und europaweite Forderungen nach Austausch und Weiterentwicklung von Konzepten und Strukturen des Übergangsmanagements von Strafentlassenen werden laut.

Zu einem umfangreichen Erkenntnisaustausch trafen sich bereits 2015 PraktikerInnen aus den Niederlanden, Norwegen, Dänemark, Irland, Deutschland und der Schweiz. Ihre divergierenden Praxiskonzepte werden auf der nachfolgenden Homepage in 10 Video-Sequenzen vorgestellt.

 

Zur Homepage der SAZ:
https://stories.prison.ch/de/ubergangsmanagement/

Gefördert von:

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mitglied in der:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffäligenhilfe e.V.Confederation of European Probation 

    Kooperationspartner:

    KriPoZ Kriminalpolitische Zeitschrift

 

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