Strukturreform in England und Wales: Neuorganisation von Bewährungshilfe und Strafvollzug

Im April 2017 hat in England und Wales die HMPPS (Her Majesty Prison und Probation Service) die bis dahin agierende NOMS (National Offender Management Service) abgelöst. Mit der Neuorganisation sollen die Zuständigkeiten für die Bewährungshilfe und Strafvollzug ebenfalls geändert werden.

Gründe für die Neuorganisation werden insbesondere darin gesehen, dass es in der bisherigen Organisationsform der NOMS zu einem deutlichen Anstieg der Inhaftierten in den Gefängnissen gekommen ist. Ebenso sei die Anzahl der Suizide im Strafvollzug gestiegen, gleichzeitig kam es zu einer Reduzierung von Bewährungsauflagen. Mit der Neuorganisation soll auch die Bewährungshilfe wieder gestärkt werden; ebenso sollen die Gefängnisdiektoren eine stärkere Eigenverantwortung erhalten. Noch ist jedoch unklar, wie die Strukturreform genau umgesetzt wird und ob dies angesichts der Überfüllung in den Gefängnissen möglich sein wird. Unklar sind ferner die Finanzierung des damit verbundenen Kostenanstiegs bzw. die Kostenverteilung.

Pressemitteilung der britischen Regierung:
https://www.gov.uk/government/news/justice-secretary-launches-hm-prison-and-probation-service

Zur Website von HMPPS:
https://www.prisonandprobationjobs.gov.uk/

Gefördert von:
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mitglied in der:
Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffäligenhilfe e.V.Confederation of European Probation

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