Fachtagung Führungsaufsicht

Abstinenzweisung - Nachsorge von forensischen Patienten (§ 63 StGB) - Aktuelle Entwicklungen im Recht der Führungsaufsicht

06.05. - 07.05.2019 in Frankfurt

Die aktuellen Zahlen zur Führungsaufsicht zeigen einen weiterhin deutlichen Anstieg der Führungsaufsicht. Mit der Fortsetzung der Veranstaltungsreihe werden in diesem Jahr aktuelle Herausforderungen in der Führungsaufsicht aufgegriffen. Der erste Tag widmet sich der aktuellen Rechtsprechung zur Führungsaufsicht sowie der Abstinenzweisung im Rahmen der Führungsaufsicht und Bewährungshilfe. Grundsätzlich ist eine Abstinenzweisung nach § 68 b Abs. 1 S. 1 Nr. 10 StGB zulässig, wenn bestimmte Tatsachen die Annahme begründen, der Alkohol- bzw. Rauschmittelkonsum könne zur Gefahr weiterer Straftaten beitragen. Mit einer entsprechenden Abstinenzweisung dürfen jedoch nach § 68 b Abs. 3 StGB keine unzumutbaren Anforderungen an die Lebensführung des Verurteilten gestellt werden, so die rechtliche Verortung. Aber was bedeutet eine Abstinenzweisung für einen Alkoholiker oder Drogenkranken, der bislang nicht erfolgreich behandelt worden ist. Ist Abstinenz als Behandlungsziel überhaupt noch ein tragfähiges Konzept soll aus medizinscher und psychologischer Perspektive betrachtet werden. An Thementischen soll anschließend die Möglichkeit bestehen, sich über praktische Erfahrungen auszutauschen.

Die steigende Zahl von Untergebrachten im Maßregelvollzug ist seit Jahren evident. Für die Unterbringung nach § 63 StGB soll dem Untergebrachten auf der Grundlage einer umfassenden Behandlungsuntersuchung die Vollstreckung der Maßregel möglichst bald zur Bewährung ausgesetzt oder sie für erledigt erklärt werden. Schwerpunkt des zweiten Tages wird die Nachsorge forensischer Patienten (§ 63 StGB) sein. Zum Abschluss erfolgt eine aktuelle Bestandsaufnahme zur Sicherungsverwahrung.

Zielgruppe:
Praktiker*innen aus der Führungsaufsicht und Bewährungshilfe, Mitarbeiter*innen aus dem Maßregelvollzug sowie aus Einrichtungen der forensischen Ambulanz, dem Strafvollzug und den Justizverwaltungen, Richter*innen und Staatsanwaltschaft sowie fachlich Interessierte.

Abendgestaltung am 06. Mai 2019:
Option 1: Abendessen in hoffmans höfe am 06. Mai 2019 für zzgl. 11,50 Euro
Option 2: Abendessen in „Zur Buchscheer Apfelweinwirtschaft“, Schwarzsteinkautweg 17, https://www.buchscheer.de (Selbstzahler)
Option 3: kein Abendessen

Übernachtung:
Die Übernachtung muss selbstständig unter dem Stichwort „DBH“ gebucht werden.
Kontingente sind bis zum 25.03.2019 reserviert: 74,- Euro (inkl. Frühstück).

Anreise:
Wir empfehlen die Anreise mit der Deutschen Bahn zu unseren Veranstaltungen. Siehe dazu die Information zum Veranstaltungsticket

 

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mitglied in der:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffäligenhilfe e.V.Confederation of European Probation 

 

    Kooperationspartner:

    KriPoZ Kriminalpolitische Zeitschrift

 

 

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