Umgang mit Proband:innen mit einer psychischen Erkrankung in der Bewährungshilfe

Nicht nur im Strafvollzug besteht bekanntlich ein problematisches Versorgungsdefizit von Personen mit psychischen Erkrankungen, was in NRW erst kürzlich Anlass zur Einberufung einer Expertenkommission geführt hat. Auch Proband:innen der Bewährungshilfe, von Beratungsstellen und Wohneinrichtungen sind immer häufiger mit psychischen Störungen belastet. Mitarbeitende von Institutionen, die Straffällige oder Entlassene nach Straf- und Maßregelvollzug betreuen, sind damit besonderen Unsicherheiten und Herausforderungen ausgesetzt. Vor dem Hintergrund neuerer fachlicher Entwicklungen sind zugleich die Anforderungen an die Komplexität der Arbeit mit einer psychisch erkrankten Klientel gestiegen.

Ziel des Seminars: Das Seminar vermittelt wesentliche Erkenntnisse über Krankheitsbilder, unterschiedliche Verlaufsformen und Persistenzursachen sowie Möglichkeiten therapeutischer Behandlung, Psychodedukation, pädagogischer und rechtlicher Intervention.

Es werden praktische Empfehlungen dargestellt, wie und aufgrund welcher möglicher Situationen und Konstellationen Proband:innen mit psychischen Erkrankungen spezifisch zu betreuen sind. Im Fokus stehen zudem die Reflexion der eigenen Haltung, des persönlichen aber auch Team-Umgangs sowie der Arbeitsdynamiken, die sich aus den besonderen Herausforderungen mit den Proband:innen ergeben können.

Inhalte:

  • Rahmenbedingungen und Behandlungsformen psychisch erkrankter Straffälliger im Straf- und Maßregelvollzug
  • Beteiligung der Bewährungshilfe beim Übergangsmanagement von „drinnen nach draußen“
  • Aufgabenstellung im multiprofessionellen Nachsorge-Team während der Führungsaufsicht
  • Anforderungen bei Risikoeinschätzung, Krankheits- und Deliktsprävention
  • Interventionsformen, vor allem in Krisenfällen (u.a. § 67 h StGB)
  • Konfliktfelder im Umgang mit der Klientel
  • Umgang mit eigenen Blockaden und Gegenübertragungen bei Menschen mit spezifischem Hilfebedarf und störungsbedingten „herausfordernden“ Verhaltensweisen.

Zielgruppe: Mitarbeiter:innen aus der Bewährungs- und Straffälligenhilfe, Führungsaufsicht, aus den Justizvollzugsanstalten, Forensischen Ambulanzen sowie weitere interessierte Personen, die in der Straffälligenhilfe arbeiten.

Das Seminar wird mit einer Gruppengröße von maximal 24 Personen durchgeführt, damit eine interaktive Praxisarbeit und tiefergehende Auseinandersetzung mit den Seminarinhalten möglich sind.

Referentin:

Dr. Friedhelm Schmidt-Quernheim, Fortbildung, Konzeptentwicklung und Supervision in Psychiatrie und Straffälligenhilfe, 40-jährige therapeutische Tätigkeit in der forensischen Nachsorge, zuletzt Referent im Gesundheitsministerium NRW.

Kosten: Teilnahmegebühr 350,- € (inkl. 120,- € Verpflegung*)

Eine Übernachtung im Einzelzimmer beträgt 63,50,- Euro pro Nacht inkl. Frühstück. Für die Zimmerbuchung melden Sie sich bei uns bis zum Anmeldeschluss verbindlich an. Eine Buchung ohne Übernachtung ist selbstverständlich auch möglich. 

*Verpflegungspauschale beinhaltet: 2xVormittagskaffeepause, 2xMittagessen (2-Gang-Menü), 1xAbendessen, 2xNachmittagskaffee & Kuchen; Während des Seminars werden unlimitierte Getränke bereitgestellt.

Hinweis: Die Teilnahmegebühr (350,- Euro) und ggf. Übernachtungskosten (63,50 Euro) über­weisen Sie bitte erst, nachdem Sie die Rechnung zur Veranstaltung erhalten haben. Die Rechnungsstellung erfolgt nach Anmeldeschluss (22.03.2023) über unser Rechnungsprogramm bexio (per Mail).

Anmeldeschluss: 22.03.2023

Stornierungsbedingungen: Eventuell notwendige Absagen seitens der angemeldeten Person müssen schriftlich (E-Mail, Fax, Brief) erfolgen. Es gilt:

  • Eine kostenfreie Absage ist bis 40 Tage vor Veranstaltungsbeginn möglich.
  • Für später eingehende Absagen bis 14 Tage vor dem Veranstaltungsbeginn berechnen wir eine Ausfallgebühr in Höhe von 50 % der Ausbildungs-/Seminar-/Tagungsgebühr zusätzlich der Stornierungsgebühren des jeweiligen Tagungshause (Verpflegungs- und ggf. Übernachtungskosten).
  • Bei einem späteren Rücktritt bis zum Veranstaltungstag sind die Gesamtkosten zu zahlen.

Eine Ersatzbenennung von Personen ist jederzeit kostenfrei möglich. Ein eventuell notwendiger Austausch von angekündigten Referierenden bleibt für Einzelfälle vorbehalten. Sollte eine Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden müssen, erhalten Sie bereits überwiesene Teilnahmebeiträge in voller Höhe erstattet, weitergehende Ansprüche bestehen nicht. Weitere Informationen finden Sie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen: https://www.dbh-online.de/agb

Ausschreibung: 
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