Web-Seminar: Desistance from crime – Ausstieg aus kriminellen Karrieren

Unter Berücksichtigung der steigenden Infektionszahlen und der weiterhin latenten Gefährdung durch die Corona-Pandemie, haben wir uns dazu entschlossen, das am 22.-23. April 2021 geplante Seminar „Desistance from crime – Ausstieg aus kriminellen Karrieren“ als digitales Format anzubieten.

Mit diesem Online-Format möchten wir Ihnen eine gute Alternative zur Präsenzveranstaltung anbieten und würden uns freuen, Sie im Web-Seminar „Desistance from crime – Ausstieg aus kriminellen Karrieren“ begrüßen zu dürfen.

Wie kann ein Ausstieg aus der Kriminalität gelingen? Wie wichtig sind hierbei Anerkennung und der Aufbau einer helfenden Beziehung? Der Hilfe- und Kontrollauftrag der Bewährungshilfe wurde in den letzten Jahren deutschlandweit oft nur unter dem Blickwinkel der Risikoorientierung diskutiert. In vielen Bundesländern wurden entsprechende Konzepte entwickelt. Andere Ansätze für eine erfolgreiche Resozialisierung traten in den Hintergrund. Wenig Beachtung fanden bisher die Ergebnisse der Desistance-Forschung. Müssen sich Mitarbeiter*innen aus der Straffälligenhilfe zukünftig verstärkt nach den Bedürfnissen ihrer Klienten richten und sich mehr als bisher um die Unterstützung von individualisierten Ausstiegsprozessen bemühen?

Ziel: Das Seminar vermittelt in zwei Tagen einen Überblick über wesentliche Erkenntnisse der „Desistance“-Forschung, wobei „Desistance“ den Ausstiegsprozess aus kriminellen Karrieren meint (vgl. u.a. Maruna 2001). Darüber hinaus werden Bezüge dieses Forschungsstrangs zum Risk-Need-Responsivity-Modell (u.a. Andrews & Bonta, 2010) und Good Lives Model (u.a. Ward, Mann, & Gannon, 2007; Ward & Gannon, 2006) hergestellt. Aus diesen Inhalten werden praktische Implikationen für die Straffälligenhilfe beleuchtet und gemeinsam überlegt, wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse im beruflichen Alltag umgesetzt werden können.

Seminarinhalte:

  • Begriffsbestimmung
  • Theorien zu Desistance & ausgewählte Befunde (Ontogenetische Ansätze: Alter und Reifungsprozesse, Soziogenetische Ansätze: Soziale Eingebundenheit, Narrative Ansätze: Identität & Narrative)
  • Methodische Limitationen der Desistance-Forschung
  • Desistance-Forschung vs. Risikomanagement-Ansatz
  • Desistance-Forschung und Good Lives Model
  • Implikationen für die Straffälligenhilfe

Seminarleitung: Dr. Susanne Beier, Diplom Psychologin, Systemische Therapeutin und Beraterin (SG), Systemische Paartherapeutin (SIH)

Zielgruppe: Mitarbeiter*innen aus der Bewährungs- und Straffälligenhilfe, Führungsaufsicht, aus den Justizvollzugsanstalten, Forensischen Ambulanzen sowie weitere interessierte Personen, die in der Straffälligenhilfe arbeiten.

Das Seminar wird mit einer Gruppengröße von maximal 20 Personen durchgeführt, damit eine interaktive Praxisarbeit und tiefergehende Auseinandersetzung mit den Seminarinhalten möglich sind.

Stornierungsbedingungen: Der Rücktritt hat in Textform zu erfolgen. Eine kostenlose Stornierung ist bis zum Anmeldeschluss möglich. Bei einem späteren Rücktritt bis zum Veranstaltungsvortag (Werktag) wird eine Ausfallgebühr in Höhe von 50 % der Seminar-/Veranstaltungsgebühr zusätzlich der Stornierungsgebühren des jeweiligen Tagungshauses (Unterkunft und Verpflegung) berechnet. Bei Absage am Veranstaltungstag sind die Gesamtkosten zu zahlen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Hinweis: Den Teilnahmebeitrag über­weisen Sie bitte erst, nachdem Sie unsere Ein­ladung mit Rechnung zur Veran­staltung erhalten haben. Die Rechnungsstellung erfolgt über unser Rechnungsprogramm bexio per Mail!

 

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mitglied in der:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffäligenhilfe e.V.Confederation of European Probation 

 

    Kooperationspartner:

    KriPoZ Kriminalpolitische Zeitschrift

 

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