Sexualstraftäter – professionelle Haltung, Menschenbild, Unterstützungsangebote

Seminarbeschreibung:

Die ambulante Betreuung von Sexualstraftätern spielt bei der Rückfallprävention von Sexualdelikten und weiteren Straftaten eine wichtige Rolle. Insbesondere ist der Übergang vom Vollzug in die Bewährung für eine gelingende Resozialisierung besonders kritisch. In den vergangenen Jahren wurde daher der Ausbau von extramuralen Versorgungsstrukturen in Deutschland intensiv vorangetrieben. In diesem Seminar soll erarbeitet werden, was die Arbeit mit Sexualstraftätern im Speziellen ausmacht. Wodurch zeichnet sich die Persönlichkeitsstruktur der Gruppe der Sexualstraftäter aus? Was wissen wir aus der Forschung über die besonderen Problemlagen von entlassenen Sexualstraftätern, ihren Strategien zur Lösung dieser Probleme sowie zu Mustern ihrer Beziehungsgestaltung? Welche Konsequenzen hat das für die Arbeit mit dieser Tätergruppe? Daneben stehen Fragen des persönlichen Umgangs und der Gestaltung des Arbeitsalltags mit dieser Tätergruppe im Fokus des Seminars.

Ziel: Das Seminar vermittelt einerseits wesentliche Kenntnisse über wegen Sexualdelikten verurteilte Personen, die für die Arbeits- und Beziehungsgestaltung mit dieser Tätergruppe von Relevanz sind. Im Fokus stehen Reflexion zur eigenen Haltung, zum persönlichen aber auch Team-Umgang sowie Arbeitsdynamiken, die sich aus den besonderen Herausforderungen mit dieser Tätergruppe ergeben können.

Seminarinhalte: 

  • Besondere Persönlichkeits- und biographische Merkmale von Sexualstraftätern
  • Problemlagen für/bei Entlassung und Nachentlassungssituation
  • Professionelles Handeln und persönliche Betroffenheit – Ambivalenz in der professionellen Interaktion
  • Persönliche Haltung
  • Organisatorische Aspekte (z.B. „Rumtauschen“ von Klienten)
  • Stereotype
  • Beziehungsgestaltung & Implikationen für professionelle Helfer*innen
Zielgruppen: Mitarbeiter*innen aus der Bewährungs- und Straffälligenhilfe, Führungsaufsicht, aus den Justizvollzugsanstalten, Forensischen Ambulanzen sowie weitere interessierte Personen, die in der Straffälligenhilfe arbeiten.
Seminarleitung: Dr. Gunda Wössner, Diplom-Psychologin, Senior Researcher · Abteilung Kriminologie am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht

Das Seminar wird mit einer Gruppengröße von maximal 22 Personen durchgeführt, damit eine interaktive Praxisarbeit und tiefergehende Auseinandersetzung mit den Seminarinhalten möglich sind.

Kosten:

Seminargebühr: 185,- Euro

Verpflegung*: 50,- Euro

Übernachtung im EZ: 60,- Euro inkl. Frühstück

Eine Buchung ohne Übernachtung ist selbstverständlich auch möglich. 

Die Teilnahmegebühr inkl. Übernachtung (295,- Euro) über­weisen Sie bitte erst, nachdem Sie unsere Ein­ladung mit Rechnung zur Veran­staltung erhalten haben. Die Rechnungsstellung erfolgt erst im 1. Quartal in 2021 über unser Rechnungsprogramm bexio per Mail!

Ausschreibung: 

 

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mitglied in der:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffäligenhilfe e.V.Confederation of European Probation 

 

    Kooperationspartner:

    KriPoZ Kriminalpolitische Zeitschrift

 

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