Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Fortbildung 2015

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Europ. Vorgaben zum Opferschutz

DBH-Materialien Nr.73 DBH-Materialien Nr.73

Ergebnisse des Forschungsprojekts zur Evaluierung des Hessischen Jugendstrafvollzugs - Entlassungsjahrgang 2009 und Inhaftierungsjahrgang April 2009 – Mai 2010

Die vorliegende Evaluation der Universitäten Tübingen und Marburg enthält einen qualitativ und einen quantitativ ausgerichteten Teil. Im qualitativen Teil wurde eine umfangreiche Befragung von inhaftierten jungen Männern aus dem Jugendvollzug am Anfang und am Ende der Haft vorgenommen. Dabei wurde untersucht, wie sich die Haft auf die Einstellungen und Persönlichkeit der Inhaftierten auswirkte, welche Wirkung die Maßnahmen, die während der Haft durchgeführt wurden, auf die Inhaftierten hatten, und welche Bedeutung die Einstellung der Probanden am Ende der Haft und die durchgeführten Maßnahmen für die Legalbewährung im ersten Jahr nach der Entlassung hatten. Im quantitativen Teil wurde anhand einer Aktenuntersuchung der Bundeszentralregisterauszüge und der VG-Formblätter der JVAen in Hessen die Rückfälligkeit in den ersten drei Jahren nach der Entlassung analysiert.

Zeitschrift BEWÄHRUNGSHILFE: Bewährungshilfe in Europa

Die Ausgaben Nr. 2/2015 beschäftigt sich im Schwerpunkt mit der Bewährungshilfe in Europa. Dort sind Beiträge zu
- Strukturen der Sozialen Dienste und den statistischen Daten in Europa,
- aktuellen radikalen Wandel des Probation Service in England und Wales,
- Traditionen und jüngsten Reformversuchen der Bewährungshilfe in Frankreich,
- DBH-Fachtagung (2013) zur grenzüberschreitenden Bewährungshilfe in Polen und Deutschland
und im Einzelbeitrag
- Ambulanten Justizsozialdienst Niedersachsen vom fünften Rad zur vierten Säule der Justiz.

Baden-Württemberg beschließt Rückführung der Bewährungs- und Gerichtshilfe in staatliche Trägerschaft

Die Landesregierung in Stuttgart hat am 21. Juli 2015 beschlossen, dass die Bewährungs- und Gerichtshilfe in Baden-Württemberg in staatliche Trägerschaft zurückgeführt wird. Justizminister Rainer Stickelberger hat dazu ausgeführt, dass bewährte zentrale Strukturen mit hoher fachlicher Qualität beibehalten werden sollen und alle jetzigen Mitarbeiter gebraucht werden. Damit ist aber eine konkrete Aussage, wie die Bewährungs- und Gerichtshilfe zukünftig organisiert werden soll, nicht erfolgt. Die Zeit für den Aufbau einer handlungsfähigen (staatlichen) Struktur wird immer knapper.

DBH-Bundestagung 2015

Der DBH-Fachverband führt zum 22.Mal seine Bundestagung durch. Da diese alle drei Jahre an unterschiedlichen Orten in Deutschland veranstaltet wird, wird diese in diesem Jahr vom 23.-26.09. im Ostseebad Damp in Schleswig-Holstein stattfinden. Im thematischen Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung stehen die Fragen: Evaluation der Bewährungshilfe, Kriminalpräventive Ansätze und Resozialisierungsbeitrag der freien Straffälligenhilfe.

Diskussionsentwurf für ein Landesresozialisierungsgesetz

Mit dem Buch "Diskussionsentwurf für ein Landesresozialisierungsgesetz - Nichtfreiheitsentziehende Maßnahmen und Hilfeleistungen für Straffällige" knüpfen die Autoren Heinz Cornel, Frieder Dünkel, Ineke Pruin, Bernd-Rüdiger Sonnen und Jonas Weber an einer Initiative aus den 1980er Jahren an. Damals wurde ein Bundesresozialisierungsgesetz gefordert, das sich aber politisch nicht realisieren ließ. Es stieß auch auf einen starken Widerstand bei den Verbänden der ambulanten sozialen Dienste der Justiz. Der vorliegende Entwurf wurde in mehrjährigen Beratungen erstellt. Er unterbreitet konkrete inhaltliche und organisatorische Vorschläge für eine Weiterentwicklung nichtfreiheitsentziehender Maßnahmen und Hilfeleistungen für straffällig gewordene Menschen. Durch die Föderalismusreform sind nunmehr die Länder die Ansprechpartner für diese Initiative analog der Zuständigkeit für die Strafvollzugsgesetze. In dem Entwurf geht es nicht um strafrechtliche Rahmenbedingungen, sondern die organisatorische und inhaltliche Ausgestaltung von ambulanten Sanktionen und der Durchführung von Hilfemaßnahmen.

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