In gesellschaftlich polarisierten Zeiten gewinnen unterschiedliche Formen des Extremismus zunehmend an Bedeutung. Hierzu zählen unter anderem Rechtsextremismus, Islamismus sowie staatsfeindliche Bewegungen, die häufig von Verschwörungserzählungen geprägt sind und demokratische Institutionen ablehnen. Nicht selten greifen Anhänger entsprechender Ideologien auf strafbare Handlungen zurück oder wenden Gewalt gegen andere Personen an. Damit werden sie zu Klientinnen und Klienten von Justiz, Strafvollzug und Bewährungshilfe.
Die Fortbildung vermittelt grundlegendes Wissen über Radikalisierungsprozesse, ihre Entstehungsbedingungen und typischen Verläufe. Ein vertieftes Verständnis dieser Dynamiken ist eine wichtige Voraussetzung für die professionelle Arbeit mit extremistisch orientierten Personen sowie für die Begleitung von Distanzierungs- und Resozialisierungsprozessen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Fortbildung liegt auf der Stärkung der Handlungssicherheit im beruflichen Alltag.
Ziel: Die Teilnehmenden erwerben praxisnahe Kenntnisse für den professionellen Umgang mit extremistisch orientierten Personen und lernen geeignete Kommunikations- und Gesprächstechniken kennen, um sowohl im Strafvollzug als auch in der Bewährungshilfe angemessen und wirksam handeln zu können.