Abschlussbericht der Online-Befragung „Erfahrungen, beruflicher Alltag und Sicherheit in der Bewährungshilfe“

Magazine die gestapelt auf einem Tisch liegen, das oberste ist umgeblättert
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Schätzungsweise sind in Deutschland zwischen 2.500 und 3.000 Personen in der Bewährungshilfe bzw. in den Ambulanten Sozialen Diensten der Justiz tätig. Sie betreuen zwischen 140.000 und 170.000 Proband*innen.

Doch entgegen ihrer quantitativen Relevanz (z. B. gab es in 2022 insgesamt 8.322 Strafrestaussetzungen sowie 25.315 Strafaussetzungen) ist die Bewährungshilfe nur selten Gegenstand rechtstatsächlicher Untersuchungen. Einzelne Erfahrungsberichte vermitteln Einblicke in ihre wichtige Arbeit. Bundesweite systematische Erkenntnisse zum Berufsalltag fehlen jedoch weitgehend. Dies mag nicht zuletzt an den methodischen Herausforderungen liegen, die sich in den länderspezifischen Regelungen, den Organisationsformen aber auch in den unterschiedlichen Methoden widerspiegeln.

In Kooperation mit dem DBH – Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik e.V. führte der Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie der Universität Göttingen Ende 2024 eine Online-Befragung mit dem Titel „Erfahrungen, beruflicher Alltag und Sicherheit in der Bewährungshilfe“ (EbASiB) durch. Über 800 Bewährungshelfer*innen haben an dieser Umfrage teilgenommen.

Der Abschlussbericht (EbASiB) ist nun verfügbar!

Im Fokus stehen unter anderem die Fallbelastung, die betreute Klientel, berufliche Maßnahmen und Kompetenzen, Beratung und Supervision, Fortbildungen sowie Kooperationen mit relevanten Institutionen. Betrachtet werden zudem die subjektiv wahrgenommene Sicherheit, die Erfahrungen mit Gewalt und die vorhandenen Schutzmaßnahmen. Der Abschlussbericht bietet einen umfassenden Einblick in den beruflichen Alltag der Bewährungshilfe. Er schafft eine bundesweite empirische Grundlage für die weitere Auseinandersetzung mit den Arbeits- und Sicherheitsbedingungen in diesem Tätigkeitsfeld.

Hier finden Sie den Abschlussbericht (EbASiB).