Im Vordergrund applaudierende Hände, im Hintergrund verschwommene Gesicher
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Qualifizierungskurs Straffälligenhilfe

07. April 2027 & 12. Mai 2027
09.00-12.30 Uhr
Online-Veranstaltung
Max. 20 Teilnehmende
Buchbar

Beschreibung

Die Einrichtungen der Straffälligenhilfe bieten verschiedene Angebote und Maßnahmen an, um von Haft bedrohte, inhaftierte oder haftentlassene Menschen sowie deren Angehörige zu beraten und zu unterstützen. Die Angebote der Einrichtungen der Straffälligenhilfe orientieren sich an dem jeweils gegebenen individuellen Bedarf. Dazu gehören zum Beispiel Beratung (Existenzsicherung, Schuldnerberatung, Suchtberatung und andere), Unterstützung bei der Organisation von vollzugsöffnenden Maßnahmen (Ausführungen, Ausgänge, Hafturlaube), Entlassungsvorbereitung/Integrationsplanung, Maßnahmen der beruflichen und schulischen Qualifizierung, Projekte zur Haftvermeidung, Angebote der Gewaltprävention, Unterstützung von Haftentlassenen bei der Suche nach einer Unterkunft sowie Wohnraumsicherung bei Inhaftierung. Auch Angebote für die Opfer von Straftaten werden bereitgehalten. Die Angebote sind teils so vielfältig wie die betroffenen Personen selbst.

Der Zugang zu straffällig gewordenen Menschen und die Organisation von passenden Angeboten kann eine Herausforderung für das Arbeitsfeld darstellen. Gründe sind zum einen die komplexen Problemlagen der Betroffenen und die notwendige Verzahnung verschiedener Fachbereiche und Hilfesysteme im Bereich der Strafrechtspflege in der Resozialisierungsarbeit. Zum anderen der häufig schwierige Einblick in die Systeme der Strafrechtspflege (Lebenswelt Strafvollzug, Rolle der Straffälligenhilfe sowie weiterer Akteure der Strafrechtspflege).

Ziel:  Ziel ist es, den Teilnehmenden Grundlagen der Resozialisierungsarbeit in der Straffälligenhilfe zu vermitteln. Neben theoretischem Wissen geht es auch um Fragen zur Rolle der sozialen Arbeit in der Straffälligenhilfe, der Netzwerkarbeit sowie um sozialrechtliche Fragen und Pflichten im Bereich der Administration und des Projektmanagements. Mitarbeitende der Straffälligenhilfe sollen durch den Qualifizierungskurs geschult und befähigt werden, in der Straffälligenhilfe handlungssicher(er) zu arbeiten.

Fortbildungsleitung und Referierende

Fortbildungsleitung: 

Daniel Wolter, Geschäftsführung, DBH-Fachverband e.V.

Referierende:

Eileen Baierl, Referentin der Geschäftsführung DBH-Fachverband e.V., zuständig u.a. für den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Konzeption und Organisation von Aus- und Fortbildungsveranstaltungen.

Svenja Böning, Geschäftsführung Hoppenbank e.V. seit 2020 sowie Geschäftsführung Täter-Opfer-Ausgleich Bremen e.V. seit 2021. Für Hochschulen, Universitäten, Wirtschaftsunternehmen und weitere Träger ist sie als Dozentin u.a. zu den Themen Management in der sozialen Arbeit, Kriminalität und Peer-Arbeit tätig.

Nadine Engel, Teamleitung Wohnungsnotfallhilfe der sbh-Unternehmensgruppe, tätig u.a. als Bezugsbetreuerin sowie externe Mitarbeiterin der Berliner Justizvollzugsanstalten im Rahmen der Haftentlassungsvorbereitung.

Sebastian Hämmerle, Leitung Projektmanagement der sbh-Unternehmensgruppe. Zu seinen Aufgaben zählen insbesondere die Projektentwicklung und die konzeptionelle Weiterentwicklung von Angeboten der sbh.

Hartmut Kahle, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit und Peermitarbeiter Hoppenbank e.V. Er ist Quereinsteiger in der Freien Straffälligenhilfe und Erfahrungsexperte zu den Themen „Straffälligkeit & Sucht“.

Maren Michels, Geschäftsführung Hamburger Fürsorgeverein von 1948 e.V. Die Interessenschwerpunkte liegen in der pädagogischen Arbeit mit Haftentlassenen zwischen Förderung der Selbstbestimmung nach dem Leben in einer geschlossenen Institution und der Legalbewährung.

Lisa Niendorf, Bereichsleiterin Straffälligenhilfe der sbh-Unternehmensgruppe, zuständig für die Projekte Straffälligenberatung, Arbeit statt Strafe, strukturierte Entlassungsvorbereitung sowie Gruppenangebote in Berliner Haftanstalten.

Jennifer Schmidt, Koordinatorin für die Bereiche Übergangsmanagement/ Resozialisierung und Täter-Opfer-Ausgleich, sowie Hauptverantwortliche für Vereinsangelegenheiten im Landesverband für Kriminalprävention und Resozialisierung Sachsen-Anhalt e.V.

Daniel Wolter, Geschäftsführung DBH-Fachverband e.V. seit 2016. Moderation und Durchführung von verschiedenen Veranstaltungsformaten, Referent zu Themen der Strafrechtspflege und Dozent im Bereich Resozialisierung und
Übergangsmanagement an Justizakademien sowie an Hochschulen, Redaktionstätigkeit.