Web-Seminar-Reihe Rechtsextremismus


Siebenteilige Web-Seminar-Reihe
Rechtsextremismus:
Herausforderungen und Strategien im Umgang mit (De-)Radikalisierung in der Bewährungs- und Straffälligenhilfe

17.06.2021 bis 02.11.2021 online

DBH-Fachverband & BAG "Ausstieg zum Einstieg" e.V. & Drudel 11 e.V.

Seit einigen Jahren ist in Deutschland wie in ganz Europa ein Erstarken extrem rechter Positionen und Ideologien sowie extrem rechter Aktivitäten zu beobachten. Der Einfluss rechtsextremer Akteur:innen auf das gesellschaftliche Geschehen ist nicht nur medial spürbar, sondern auch die Bewährungs- und Straffälligenhilfe ist mit dieser Entwicklung konfrontiert. Mit der siebenteiligen Web-Seminar-Reihe wollen wir uns dem Phänomen Rechtsextremismus widmen, Einstiegsprävention und Distanzierungsarbeit in diesem Phänomenbereich vorstellen und damit Handlungsoptionen und Strategien im Umgang mit menschenfeindlichen Äußerungen und Haltungen aufzeigen. Wir wollen Ihnen nützliche Info-Materialien, Publikationen und weitere webbasierte Inhalte an die Hand geben und es Ihnen ermöglichen, sich in Projektspots über die Arbeit und Ziele verschiedener Beratungs- und Präventionsangebote zu informieren. Die Web-Seminar-Reihe endet mit einem Einblick in die Prävention von (rechtsextremen) Straftaten und Rehabilitation von straffällig gewordenen Personen in Gefängnissen und der Bewährungshilfe in Europa.

Die Web-Seminar-Reihe findet an ausgewählten Terminen in der Zeit vom 17.06.2021 bis 02.11.2021 immer von 16.30 bis 18.00 Uhr statt.

Zielgruppe:
Praktiker:innen aus der Bewährungs- und Straffälligenhilfe, Mitarbeiter:innen aus dem Maßregel- und Strafvollzug sowie den Justizverwaltungen, Richter:innen und Staatsanwaltschaft sowie weitere fachlich Interessierte.

Programm und Termine

Zeit:
Donnerstag, 17.06.2021 // 16:30 – 18.00 Uhr

Beschreibung:
Sogenannter Rechtsextremismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und hat seine Wurzeln in tief verankertem menschenfeindlichem, antidemokratischem und autoritärem Denken. Die extrem rechte Szene in Deutschland umfasst eine Vielzahl verschiedener Akteur*innen und ist international vernetzt. Die Zahl der Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt ist konstant hoch und über 200 Menschen wurden seit 1990 alleine in Deutschland ermordet. Was ist der Kern extrem rechter Ideologie? Welche Wurzeln hat dieses Denken? Was ist eigentlich rechte Gewalt und wer sind deren Betroffene? Diesen und anderen Fragen wird in zwei Vorträgen nachgegangen. Weitere Informationen folgen noch.
Referent:in: Heiko Klare, BV Mobile Beratung
Referent:in: Martin Vesely, Opferperspektive e.V.

Zugangsdaten:
Die Zugangsdaten zum Webinar erhalten Sie rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn per Mail
Zeit:
Donnerstag, 24.06.2021 // 16:30 – 18.00 Uhr

Beschreibung:
Einstiegsverläufe, Risikofaktoren und Hinwendungsmotive
Hinwendungsprozesse zu extrem rechten Haltungen, Orientierungen oder Personenspektren verlaufen in der Regel weder geradlinig noch von heute auf morgen. Dabei können bestimmte Risikofaktoren und Hinwendungsmotive Einstiege begünstigen und auf der individuellen Ebene als sinnhaft oder funktional erscheinen.
Referent: Dr. Frank Greuel, Deutsches Jugendinstitut

Praxiseinblicke in die Einstiegsprävention in Mecklenburg-Vorpommern
Wenn sich (junge) Menschen extrem rechten Zusammenhängen on- oder offline annähern, gilt es, einen solchen Einstieg zu verhindern. In Form von Bildungs- und Beratungsangeboten bietet JUMP Unterstützung an, um Hinwendungsprozessen im gemeinsamen Interesse präventiv entgegenzuwirken.
Referent: Michél Murawa, Jump - Ausstiegsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern (in Trägerschaft des: CJD Nord)

Zugangsdaten:
Die Zugangsdaten zum Webinar erhalten Sie rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn per Mail.
Zeit:
Donnerstag, 12.11. 2020 // 16:30 – 18.00 Uhr

Beschreibung:
Ausstiegsberatungen leisten einen wichtigen Beitrag in der gesamtgesellschaftlichen Strategie gegen die extreme Rechte und menschenfeindliches Denken. Distanzierungs- und Ausstiegsprozesse aus extrem rechten Strukturen und Denkmustern sind langwierig und herausfordernd und verlangen von den Ausstiegswilligen ein hohes Maß an Veränderungswillen und Reflexionsbereitschaft. Wie können diese angeregt werden? Was muss alles beachtet werden? Und wann ist ein Ausstieg gelungen? Diesen Fragen widmet sich……
Referent: Tobias Lehmeier, BAG „Ausstieg zum Einstieg“ e.V.

KAST – Angebote zur Gewaltvermeidung, zum Gewaltabbau und zur Stärkung sozialer Kompetenzen:
Der Verein KAST e.V. aus Neumünster ist seit 2017, gemeinsam mit der TGSH im Projekt Kick-off zur Prävention und Deradikalisierung in Vollzug und Bewährungshilfe - Phänomenbereich Rechtsextremismus, tätig. Frau L. Adrian und Frau A. Heydorn werden ihnen in ihrem Vortrag Einblicke in ihr Arbeitsfeld im Phänomenbereich Rechtsextremismus gewähren. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Struktur und Haltung des Projekts, den Besonderheiten und Chancen im Kontext Justiz und der jüngsten Entwicklungen im Land Schleswig-Holstein.
Referent:in: L. Adrian & Frau A. Heydorn, KAST e.V.

Zugangsdaten:
Die Zugangsdaten zum Webinar erhalten Sie rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn per Mail.
Zeit:
Dienstag, 28.09.2021 // 16:30 – 18.00 Uhr

Beschreibung:
FED rex – Fortbildung zu Einstiegsprävention und Distanzierungsförderung aus der extremen Rechten:
Das Modellprojekt FEDrex hat sich zum Ziel gesetzt, die Handlungskompetenz derer zu stärken, die beruflich, ehrenamtlich oder privat mit (extrem) rechten Menschen konfrontiert sind. In der Fortbildung geht es neben der Entwicklung einer kritisch-zugewandten Haltung und der Reflexion der eigenen Rolle um die Vermittlung von Methoden der Gesprächsführung, die sich in der Praxis als hilfreich erwiesen haben.
Referent: Ole Völkel, BAG „Ausstieg zum Einstieg“ e.V.

Dialog statt Hass - ein Programm des Vereins NEUSTART gegen Verhetzung:
NEUSTART hat in Zusammenarbeit mit der Justiz ein Interventionsangebot entwickelt, um auf die aktuelle Herausforderung im Bereich der Hasskriminalität zu reagieren: Dialog statt Hass soll für Themen der Diskriminierung sensibilisieren, Unrechtsbewusstsein schaffen, zu Reflexion und in der Folge zu Verhaltensänderung führen. Im Fokus des Programmes steht neben der Normverdeutlichung etwa auch das Erlernen von Medienkompetenz, das Einbringen der Opferperspektive und die Sensibilisierung für diskriminierendes Verhalten.
Referent: Dipl. Soz.-Päd. Wioletta Rührer BA, Neustart Wien

Zugangsdaten:
Die Zugangsdaten zum Webinar erhalten Sie rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn per Mail.
Zeit:
Dienstag, 05.10.2021 // 16:30 – 18.00 Uhr

Verschwörungsideologien, Desinformation, Antisemitismus und Rechtsextremismus in Sozialen Netzwerken
Über die letzten Jahre versuchen Rechtsextreme immer stärker, durch gezielte Kampagnen ihre Weltbilder in der Bevölkerung zu verbreiten. Hierbei spielen vor allem Soziale Medien eine wachsende Rolle, deren auf Werbeinahmen basierendes Geschäftsmodell Rechtsextremismus noch weiter anfacht. Der politische Diskurs im Netz wird zugunsten von extremen Ansichten verzerrt. Zusätzlich stellt (stellte?) die Corona-Pandemie für Extremisten eine Gelegenheit dar, von der sozialen Unsicherheit sowie dem ansteigenden Internetkonsum durch temporäre Schulschließungen und die zunehmende Arbeit aus dem Homeoffice zu profitieren.
Was geht da vor? Wo finden rechtsextreme Gruppen sich im Netz? Welche Gefahr geht von ihnen in den Sozialen Medien aus? Zu diesen Fragen äußerst sich im Webinar der Extremismusforscher Jakob Guhl.
Referent: Jakob Guhl, Manager, Policy & Research vom Londonder Institute for Strategic Dialogue (ISD)

„Tag X“ - ONLINE-PRÄVENTIONS-PROJEKT FÜR RADIKALISIERTE
Mit dem Projekt „Tag X“ sollen radikalisierte Menschen dort angesprochen werden, wo sie sich im Netz alltäglich bewegen – in der Suchmaschine, beim Abrufen ihrer Mails und in den sozialen Medien. Damit sollen vor allem Menschen erreicht werden, die sich in sogenannten Echokammern im Netz radikalisieren. Ihnen soll so ein Hilfsangebot vermittelt werden, das eine weitere Radikalisierung verhindern könnte. Mithilfe der Infrastruktur großer Anbieter, sollen Anzeigen an genau diejenigen ausgespielt werden, die gerade Gefahr laufen, sich zu (re-)radikalisieren und im Zuge dessen schwere Straftaten zu begehen. Über diese Anzeige gelangt man auf eine Webseite, die auf das Hilfsangebot aufmerksam macht und einen Kontakt vermittelt.
Referentin: Carolyn Hoffmann, Drudel 11 e.V.

Zeit:
Dienstag, 26.10.2021 // 16:30 – 18.00 Uhr

Beschreibung:
Um auf den Rechtsextremismus zivilgesellschaftlich zu reagieren, haben sich bundesweit diverse Präventionsangebote etabliert. Im sechsten Web-Seminar sollen zum einen nützliche Info-Materialien und Publikationen, zum anderen Projekte aus der Präventionsarbeit aus verschiedenen Bundesländern vorgestellt werden. In Projektspots können sich Teilnehmende über die Arbeit und Ziele verschiedener Beratungs- und Präventionsorganisationen informieren und mit den Vertreter:innen in den Austausch treten.
Projektspots:Weitere Informationen folgen noch.

Zugangsdaten:
Die Zugangsdaten zum Webinar erhalten Sie rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn per Mail.
Zeit:
Donnerstag, 02.11.2021 // 16:30 – 18.00 Uhr

Beschreibung:
Das Radicalisation Awareness Network (RAN) wurde gegründet, um ein europaweites Netzwerk von Praktiker:innen sowie lokalen Akteuren zu schaffen, die im Bereich der Prävention und Bekämpfung von Radikalisierung tätig sind. Innerhalb von RAN wurden verschiedene Arbeitsgruppen eingerichtet, in denen die Teilnehmer:innen Erfahrungen, Wissen und Praktiken aus verschiedenen Feldern und Bereichen austauschen können. Das siebte und letzte Web-Seminar soll einen Einblick in die Aufgaben und Ziele von RAN sowie Prävention und Rehabilitation von straffällig gewordenen Personen in Gefängnissen und der Bewährungshilfe auf europäischer Ebene geben.
Referent:Maarten van de Donk, Staff Member at RAN Practitioners

Zugangsdaten:
Die Zugangsdaten zum Webinar erhalten Sie rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn per Mail.

Kosten:

  • Teilnahmegebühr: 50,- Euro
  • Studierende (Nachweis erforderlich): 35,- Euro

Die Teilnahmegebühr fällt unabhängig davon an, ob Sie an allen sieben oder nur an ausgewählten Terminen teilnehmen.

Wildcards:
Für DBH-Mitglieder stehen insgesamt 10 Wildcards für die Web-Seminar-Reihe zur Verfügung. Auch die BAG „Ausstieg zum Einstieg“ e.V. und Drudel 11 e.V. haben jeweils 10 Wildcards zur Verfügung.
Melden Sie sich bitte vor der Anmeldung bei der BAG „Ausstieg zum Einstieg“ e.V., beim DBH-Fachverband e.V. oder bei Drudel 11 e.V.. Die Wildcards werden nach Eingang der Anmeldung vergeben.

Noch verfügbare Freikontingente:
4x DBH-Mitglieder
10x BAG „Ausstieg zum Einstieg“ e.V.
10x Drudel 11 e.V.

Anmeldebedingungen:
Sie können sich bis zu einem Tag vor dem jeweiligen Web-Seminar-Termin anmelden. Ihre Anmeldung gilt als verbindlich. Ein Rücktritt ist nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen: www.dbh-online.de/agb

Online-Veranstaltungssystem BigBlueButton:
Für Ihre Teilnahme empfehlen wir grundsätzlich die Verwendung:

  • eines aktuellen Browsers wie Mozilla Firefox, Chromium/Google Chrome oder Microsoft Edge (mit Safari kommt es zu Problemen);
  • eines Computers oder Laptops – die Verwendung eines Handys oder Tablets ist für die Dauer der Veranstaltung eher ungeeignet;
  • einer stabilen Internetverbindung mit LAN-Kabel;
  • eines Kopfhörers/Headsets um Störgeräusche zu minimieren.

Weitere Informationen zu den technischen Details und der Nutzung unserer virtuellen Veranstaltungsplattform erhalten Sie rechtzeitig vor der Fachtagung.

Bitte beachten Sie: Den Teilnahmebeitrag über­weisen Sie bitte erst nachdem Sie unsere Ein­ladung mit Rechnung zur Veran­staltung erhalten haben. Die Rechnungsstellung erfolgt über unser Rechnungsprogramm bexio per Mail!

 

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mitglied in der:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffäligenhilfe e.V.Confederation of European Probation 

 

    Kooperationspartner:

    KriPoZ Kriminalpolitische Zeitschrift

 

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