6. Fachtag Sucht 2016

6. Fachtag Sucht 2016

 

Begegnung mit süchtigen Klienten – eine unvermeidbare Herausforderung zum gemeinsamen Handeln 

08.04.2016 in Hamburg

Der Fachtag „Begegnung mit süchtigen Klienten“ wird gemeinsam von fünf Verbänden durchgeführt, die mit ihren Schwerpunkten um die Suchthilfe herum organisiert sind. Sie bilden mit ihren Aktivitäten Schnittstellen zur Suchthilfe. Die an den Schnittstellenbereichen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie zum Beispiel in der Wohnungslosenhilfe, Bewährungshilfe, in Sozialämtern, bei Polizei und Justiz, niedergelassenen Ärzten, in den Agenturen für Arbeit und in Allgemeinkrankenhäusern, sehen am häufigsten die „Hilfebedarfe“ der betroffenen Personen.
Diese Perspektive auf Hilfe- und Unterstützungsbedarfe schließt auch den Lebensbereich des Wohnens ein. Welche Bedeutung(en) hat der Lebensbereich Wohnen? Wohnen bietet das „Dach über dem Kopf“ und somit Schutz vor Kälte, Nässe und anderen Unbilden. Wohnen bietet einen örtlichen Bezugspunkt im Gemeinwesen und Rückzugsmöglichkeiten, wenn Bedarf nach Ruhe besteht. Eine Wohnung verschafft die Basis für die Rolle des „Gastgebers“ und beinhaltet somit die Ausübung des Hausrechts. Der Lebensbereich Wohnen ermöglicht die Gestaltung von Raum und Eigenheit.
Was bedeuten diese Aspekte im Zusammenhang mit einer Suchtproblematik? Menschen mit einer Suchtproblematik stehen tendenziell in der Gefahr, ihre Wohnung zu verlieren. Sei es, dass sie aufgrund der Sucht in ökonomische Notlage geraten und die Miete nicht mehr zahlen können. Sei es, dass sie den Mieterpflichten nicht in dem notwendigen Maß nachkommen und sich damit vertragswidrig verhalten. Oder dass sie in ihrer Wohnumgebung ausgegrenzt und stigmatisiert und vom Vermieter aufgegeben werden und die Wohnung gekündigt wird. Bei Wohnungsverlust droht eine Abwärtsspirale, die in eine dauerhafte Wohnungslosigkeit führen kann und die Menschen in schwierige Lebenslagen bringt.
Was bedeutet Sucht im Kontext des Wohnungsverlustes? Welche Unterstützung und Hilfe brauchen Menschen in einer solchen Situation? Wie wird das Hilfesystem den besonderen Bedarfen zum Beispiel von Frauen und Jugendlichen ohne Wohnung gerecht?
Die Veranstaltung widmet sich diesen und weiteren Fragen, die für die Alltagsbetreuung von suchtmittelabhängigen Menschen im Lebensbereich Wohnen von Bedeutung sind und sie beeinflussen. Die Vorträge und Foren des Fachtags zielen darauf, eine problemorientierte Grundhaltung zu entwickeln und zum gemeinsamen Handeln zu ermutigen. Die am zweiten Veranstaltungstag stattfindenden Intensivworkshops bieten Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, ihr fachspezifisches Wissen zu vertiefen und mehr Handlungssicherheit im Umgang mit Suchtkranken zu gewinnen.

Ausschreibung/ Programm als PDF: 

 

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mitglied in der:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffäligenhilfe e.V.Confederation of European Probation 

 

    Kooperationspartner:

    KriPoZ Kriminalpolitische Zeitschrift

 

 

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