
Die EuroPris ICT Expert Group hat untersucht, wie die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) die europäischen Strafvollzugssysteme verändert. Danach stellt die IKT einen strategischen und kulturellen Wandel dar, der sich auf Sicherheit, Verwaltung, Resozialisierung und Wiedereingliederung auswirkt. Dabei müssen Risiken, wie Cyberkriminalität, Vandalismus und Missbrauch berücksichtigt werden und die Technologie sollte die menschliche Interaktion ergänzen und nicht ersetzen, da diese für die Resozialisierung nach wie vor unerlässlich ist. Gleichzeitig bietet IKT in Haftanstalten die Chance zur Unterstützung des Personals, zur Verbesserung von Sicherheit, sowie von Bildung, Gesundheitsversorgung und von Familienkontakten und damit zur Erleichterung der Resozialisierung und Wiedereingliederung. Technologie ist demnach kein Selbstzweck, sondern ein Instrument, das bei ethischer und strategischer Umsetzung die menschenzentrierte Aufgabe der Strafvollzugsbehörden in Europa stärken und gleichzeitig den modernen Erwartungen an Effizienz, Transparenz und Achtung der Grundrechte entsprechen kann.
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