
Die psychische Gesundheit von Fachkräften in der Strafjustiz in ganz Europa gerät immer mehr in den Fokus. Doch während Themen wie Burnout in der Bewährungshilfe bereits viel diskutiert wurden, gibt es bislang kaum vergleichbare Erkenntnisse darüber, wie verschiedene Systeme ihre Mitarbeitenden unterstützen, präventiv agieren und das Wohlbefinden im Auge behalten. Der CEP-Bericht "The European survey of probation staff’s stress and morale" von Prof. Charlie Brooker, Prof. Karen Tocque, Professor Ioan Durnescu und Liliana Lupsica ist die erste europaweite Studie, die Einblicke in Arbeitsbelastung, Arbeitsmoral und organisatorische Betreuung von Bewährungshelfer:innen gibt. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass die Arbeitsmoral der Mitarbeitenden stark mit der Organisationsstruktur und nicht nur mit individuellen Faktoren zusammenhängt und enthält damit eine wichtige Botschaft für die Bewährungshilfe: Das Wohlbefinden der Mitarbeitenden verbessert sich, wenn es in die Unternehmensführung eingebettet ist, regelmäßig überwacht und durch klare Strukturen unterstützt wird, anstatt es der individuellen Belastbarkeit zu überlassen.
Weitere Informationen finden Sie hier, eine Zusammenfassung der Studie finden Sie hier und die vollständige Studie finden Sie hier.