
Prof. Dr. Kirstin Drenkhahn, Thomas Galli und Yvonne Radetzki berichten in einem Interview von Grenzen, Hürden und Erfolgen der Resozialisierung als erklärtem Ziel des Strafvollzugs. Frau Radetzki beschreibt es als Erfolg, wenn zwei von zehn Gefangenen dauerhaft straffrei bleiben, da sich viele Probleme, wie psychische Erkrankungen, in der Haft nicht vollständig therapieren lassen. Trotz sinkender Gefangenenzahlen beträgt die durchschnittliche Belegungsquote von deutschen Haftanstalten 86 %, manche sind überbelegt. „Die Haftplatzkapazitäten wurden stark reduziert, alte Gebäude geschlossen, Doppelbelegungen zurückgefahren“, so Frau Prof. Drenkhahn. Gleichzeitig fand in den letzten 25 Jahren ein Stellenabbau im Strafvollzug statt. Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass etwa zehn Prozent der Inhaftierten in Deutschland zu einer Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt worden sind. Herr Galli schlägt vor, in Fällen nicht gezahlter Geldstrafe die betroffenen Personen, statt zu einer Haftstrafe zu gemeinnütziger Arbeit zu verpflichten.
Das vollständige Interview können Sie hier nachlesen.