
Bei einem CEP-Webinar zum Thema Haftalternativen ging es um den Ansatz "Problem-Solving Justice" bzw. "Problem-Solving Courts". Diese Form der Justiz fokussiert sich nicht auf eine reine Sanktionierung, sondern zielt auf die Bekämpfung von Kriminalitätsursachen ab, um wiederholte Straffälligkeiten zu verringern und eine Wiedereingliederung zu fördern. Im Zentrum steht eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von spezialisiertem Fachpersonal (Justizakteur:innen, Bewährugshelfer:innen, externen Personen aus den Bereichen Gesundheit, Arbeit, Wohnen etc.).
Marina Pajoni vom französischen Strafvollzugs- und Bewährungshilfedienst berichtete aus der Praxis vom "Meuse Probation Service´s Approach to Drug Addiction", welcher als "Problem-Solving Justice-Ansatz" zu einer problemlösungsorientierten, effektiven und fairen Justiz bei Drogendelikten beitragen soll. Er basiert auf einem 10-Punkte-Plan und sieht vor, dass es eine Anlaufstelle gibt, über welche Unterstützung aus allen Bereichen koordiniert wird. Aktuell wird er an sechs Bewährungshilfestandorten in Frankreich umgesetzt, an sieben weiteren befindet er sich in der Implementierungsphase.
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Das nächste Webinar aus dieser Reihe findet am 19.03.2026 statt, weitere Informationen finden Sie hier.