
Vom 09. bis 20. März 2026 wird die 70. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission (Commission on the Status of Women – CSW70) stattfinden. Dies nehmen UN-Menschenrechtsexpert:innen zum Anlass, um auf die Situation von Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen, die kriminalisiert, inhaftiert oder gefangen gehalten werden. Seit 2000 ist die Inhaftierung von Frauen um 60 % gestiegen. Die Bangkok Rules und die Havana Rules geben einen Rahmen für angemessene Behandlungsstandards für inhaftierte Frauen und Mädchen, werden jedoch nicht einheitlich umgesetzt. Inhaftierte Frauen sind einem erhöhten Risiko von Gewalt, einschließlich sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt, unzureichender Gesundheitsversorgung und anderen Bedingungen ausgesetzt, die einer Misshandlung oder Folter gleichkommen können. Daher fordern die Expert:innen eine verbesserte Evaluation der Situation von inhaftierten und ehemals inhaftierten Frauen. Zudem fordern sie, die CSW70 zu nutzen, um konkrete Verpflichtungen zu verabschieden, durch welche die Ursachen der Kriminalisierung von Frauen wie Armut, rassistische und ethnische Marginalisierung, Ungleichheiten, die auf Schäden aus der Kolonialzeit zurückzuführen sind, und diskriminierende soziale Normen bekämpft werden. Dabei betonen Sie die Bedeutung von Alternativen zur Haftstrafe.
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