Vom Gefängnis ins Berufsleben: Hochschulbildung und Zugang zu Arbeitsplätzen mit mittleren Qualifikationsanforderungen

Nuthawut/stock.adobe.com

Vermehrt wird eine Arbeitsstelle als wichtige Ressource beschrieben, um die Wahrscheinlichkeit einer kriminellen Handlung zu verringern. In der Dissertation "From prison to profession: Postsecondary education and access to middle-skill jobs" von Abby Balou untersucht dieser, ob während der Haft erworbene postsekundäre Qualifikationen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, nach der Entlassung eine Beschäftigung im mittleren Qualifikationsbereich zu finden. Der Autor kommt zum Ergebnis, dass Personen, die während der Haft einen Bachelor-Abschluss erworben haben, im Vergleich zu Personen mit einem Abschluss unterhalb des Bachelor-Niveaus eher zu einem Vorstellungsgespräch für eine Stelle im mittleren Qualifikationsbereich eingeladen würden und dass die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch deutlich stärker steige, wenn mit dem Bachelor-Abschluss eine einschlägige Berufserfahrung einhergehe. Darüber hinaus scheinen Bachelor-Abschlüsse die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, eine Stelle zu finden, die einen existenzsichernden Lohn bietet. Der Einfluss einer Beschäftigung auf die Rückfallquote hänge demnach von der Art der Beschäftigung ab. Abby Balou spricht sich daher dafür aus, dass politische Maßnahmen sowie Programme vorrangig darauf abzielen sollten, Personen mit Vorstrafen dabei zu helfen, Fähigkeiten zu erwerben, die im Bereich der mittelqualifizierten Arbeitskräfte gefragt sind.

Die vollständige Arbeit können Sie hier nachlesen.

 

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mitglied in der:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffäligenhilfe e.V.Confederation of European Probation

Kooperationspartner:

Deutscher Präventionstag
KriPoZ Kriminalpolitische Zeitschrift

Folgen Sie uns auf Social Media:

DBH Fachverband Linkedin Logo

Scroll to Top