Was in einer Gesellschaft unter Kriminalität verstanden wird und wer und welches Verhalten als kriminell gelabelt werden, ist entgegen populistischen Narrativen keineswegs „natürlich“ oder „klar“. Im Gegenteil unterliegt die Herstellung von Kriminalität einem komplexen gesellschaftlichen Prozess, der von gesellschaftlichen Ungleichheitsverhältnissen durchzogen ist. Wer wann als kriminell markiert wird und wie mit diesen Menschen umgegangen wird, ist Ergebnis eines gesellschaftlichen Aushandlungsprozesses.
In der Veranstaltung wird die aktuelle Kriminalitätsbelastung skizziert und mit Hilfe von kriminologischen Forschungsergebnissen eingeordnet. Darauf aufbauend wird der Begriff der Kriminalisierung eingeführt und gezeigt, inwiefern dieser mit Ungleichheiten verwoben ist. Die Inputphasen werden mit Diskussions- und Austauschphasen abgewechselt.
Die Veranstaltung wird als Vorbereitung für den Informationsbesuch einer Justizvollzugsanstalt empfohlen.
Zielgruppe: Schöff:innen und interessierte Menschen
Wann: 08.09.2026, 18:00 Uhr - 21.30 Uhr
Teilnahmebeitrag: 20 €
Trainerin: Lisa Tölle, Dr. phil., Kriminologin und Sonderpädagogin
Weiterer Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
Weitere Veranstaltungen der Willi-Eichler-Akademie finden Sie hier und im Anhang.