Strafe muss sein – so hört man es immer wieder. Aber: stimmt das eigentlich? Und: woher kommt diese Überzeugung?
Strafen spielen in der eigenen Erziehung und in gesellschaftlichen Aushandlungen eine wesentliche Rolle - so auch, wenn es um Kriminalität geht: In westliche Industrienationen des globalen Nordens wird auf strafrechtliche relevante Normübertretung in der Regel mit einer strafrechtlichen Verfolgung reagiert, an deren Schlusspunkt oftmals scheinbar unvermeidlich eine Inhaftierung steht. Im Rahmen des Vortrages gehen wir der Frage nach, welche Rolle Strafen in unserer Biografie gespielt haben und welche strafenden Überzeugungen sich deshalb eingeschrieben haben. Wir reflektieren kritische die gängigen Verfolgungs-, Straf- und Inhaftierungspraxen.
Die Veranstaltung wird als Vorbereitung für den Informationsbesuch einer Justizvollzugsanstalt empfohlen.
Zielgruppe: Schöff:innen und interessierte Menschen
Wann: 22.09.2026, 18:00 Uhr - 21.30 Uhr
Teilnahmebeitrag: 20 €
Trainerin: Lisa Tölle, Dr. phil., Kriminologin und Sonderpädagogin
Weiterer Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
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