"Zuchtmittel" und "schädliche Neigungen": NS-Kontinuitäten im Jugendstrafrecht und in den Perspektiven auf Jugend

Datum: 
05.05.2026

Bis heute sind Teile des gesellschaftlichen Zusammenlebens von Kontinuitäten der NS-Zeit geprägt. Das betrifft das deutsche Verständnis von Erziehung im Allgemeinen und die Erziehung im Kontext des Jugendstrafvollzugs im Besonderen, was sich etwa in Begrifflichkeiten und aus der NS-Zeit übernommenen rechtlichen Grundlagen zeigt. So wird bis heute in jungen Menschen, die vor Gericht stehen, nach sogenannten schädlichen Neigungen gesucht, die das strafrechtlich relevante Verhalten begründen sollen; der Umgang steht im Widerspruch zu demokratischen Ideen von Erziehung und Entwicklung.

Im Rahmen der Veranstaltung ergründen wir die NS-Kontinuitäten im Jugendstrafrecht und die gesellschaftliche Perspektive auf Jugend, die sich darin spiegelt. Gemeinsam wollen wir tradierte Linien in aktuellen Jugendkriminalitätsdiskursen erhellen, diskutieren und über Alternativen nachdenken.

Zielgruppe: Schöff:innen und interessierte Menschen

Wann: 05.05.2026, 18:00 Uhr - 21.30 Uhr 

Teilnahmebeitrag: 20 €

Trainerinnen: Lisa Tölle & Michèle Winkler

Weiterer Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Weitere Veranstaltungen der Willi-Eichler-Akademie finden Sie hier und im Anhang. 

Address: 
AWO-Veranstaltungssaal
Venloer Wall 15
50672 Koeln
Deutschland

 

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mitglied in der:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffäligenhilfe e.V.Confederation of European Probation

Kooperationspartner:

Deutscher Präventionstag
KriPoZ Kriminalpolitische Zeitschrift

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