
Personen, die zu Betrugsstrafen verurteilt worden sind, weisen einen sehr genauen Blick für die Belange und Interessen, aber auch Schwachpunkte und Ängste von Menschen und Institutionen auf. Zur manipulativen Durchsetzung der eigenen Bedürfnisse bedienen sie sich im Kontakt verschiedener Interaktionsmuster. Entsprechende Verhaltensmuster zeigen sich deshalb auch außerhalb einer Betrugstat, nicht selten sogar in Erstkontakten mit den Täter:innen. Hieraus entsteht das Bedürfnis, Manipulationsversuche und Lügen zu enttarnen. Kenntnisse über Kommunikationsfallen und die sich entsprechend ergebenden Prozesse in der Interaktion erscheinen somit besonders hilfreich, damit Gespräche mit dieser Kleint:innengruppe nicht in einem „kämpferischen Schachspiel" münden. Im Webinar werden Kenntnisse über die Bedeutung von Situations- und Persönlichkeitskomponenten für Betrugsdelikte aus kriminologischer Sicht sowie Analysemöglichkeiten von schwierigen Gesprächssituationen in der Täter:innenarbeit vermittelt. Da insbesondere Klient:innen mit hohen Psychopthie-Werten (Hare-Werten) häufig als nicht behandelbar gelten, werden die Grenzen, aber auch Möglichkeiten der fachlichen Erreichbarkeit dieser Klient:innengruppe erörtert und diskutiert.
Wann: Am 23.03. & 24.03.2026 von jeweils 09.00-16.00 Uhr
Wo: Online
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