Arbeit mit zu Betrugsstrafen verurteilten Personen

Webinarbeschreibung:

Personen, die zu Betrugsstrafen verurteilt worden sind, weisen einen sehr genauen Blick für die Belange und Interessen, aber auch Schwachpunkte und Ängste von Menschen und Institutionen auf. Zur manipulativen Durchsetzung der eigenen Bedürfnisse bedienen sie sich im Kontakt verschiedener Interaktionsmuster. Entsprechende Verhaltensmuster zeigen sich deshalb auch außerhalb einer Betrugstat, nicht selten sogar in Erstkontakten mit den Täter:innen. Hieraus entsteht das Bedürfnis, Manipulationsversuche und Lügen zu enttarnen. Kenntnisse über Kommunikationsfallen und die sich entsprechend ergebenden Prozesse in der Interaktion erscheinen somit besonders hilfreich, damit Gespräche mit dieser Kleint:innengruppe nicht in einem „kämpferischen Schachspiel" münden. Im Webinar werden Kenntnisse über die Bedeutung von Situations- und Persönlichkeitskomponenten für Betrugsdelikte aus kriminologischer Sicht sowie Analysemöglichkeiten von schwierigen Gesprächssituationen in der Täter:innenarbeit vermittelt. Da insbesondere Klient:innen mit hohen Psychopthie-Werten (Hare-Werten) häufig als nicht behandelbar gelten, werden die Grenzen, aber auch Möglichkeiten der fachlichen Erreichbarkeit dieser Klient:innengruppe erörtert und diskutiert.

Ziel: Das Webinar soll Kenntnisse im Umgang mit zu Betrugsstraften verurteilten Personen vermitteln und anhand von praktischen Übungen und Fallbeispielen Teilnehmer:innen befähigen, Gesprächssituation mit den Klient:innen und Proband:innen zu beherrschen.


Webinarinhalte:

  • Funktionsweisen von Lügen
  • Betrügerisches Verhalten und Pathologie
  • Gesprächsführung & Interaktionsfallen
  • Fallvignetten

Mitgestaltungsmöglichkeit: Alle Teilnehmer:innen haben die Möglichkeit, Fälle einzureichen, welche Problemschwerpunkte und Fragestellungen aus der Praxis aufwerfen, damit Lösungsansätze in der Fortbildung erörtert werden können.

Bescheinigung: Nach Abschluss des Webinars erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung per E-Mail.


Zielgruppe:

Mitarbeiter:innen aus der Bewährungs- und Straffälligenhilfe, Führungsaufsicht, aus den Justizvollzugsanstalten, Forensischen Ambulanzen sowie weitere interessierte Personen, die in der Strafrechtspflege arbeiten.

Das Webinar wird mit einer Gruppengröße von maximal 25 Personen durchgeführt, damit eine interaktive Praxisarbeit und tiefergehende Auseinandersetzung mit den Webinarinhalten möglich sind.


Webseminarleitung:

Dr. Rita Steffes-enn, Kriminologin (M. A./Universität Hamburg) mit den Schwerpunkten Forensische Kriminologie und Cyberkriminologie. 2012 gründete sie das Zentrum für Kriminologie & Polizeiforschung (ZKPF) und leitet dies seither. Sie promovierte in der Arbeitsgruppe Rechtspsychologie am Institut für Psychologie der Universität Bremen. Hierbei befasste sie sich mit den Narrativen von Gewalttätern und der Funktionsanalyse ihrer Taten hinsichtlich zwischenmenschlicher Bedürfnisse und der Primärgüter gemäß des Good Lives Models (GLM). Die kriminaltherapeutische Arbeit mit Sexual- und Gewalttätern sowie mit Stalkern sind ebenso wie der Umgang mit betrügerisch-manipulativen und psychopathischen Klient:innen Spezialgebiete, wobei sie eine ausgewiesene Expertin in der rückfallpräventiven Arbeit mit strafunmündigen übergriffigen Kindern sowie jugendlichen und erwachsenen Tätern:innen ist, die dem sogenannten Hochrisikobereich zugeordnet werden. Sie verfügt in der Arbeit mit Hochrisikotätern über mehr als 30-jährige Berufs- und Leitungserfahrung stationären und ambulanten sog. justiziellen Zwangskontext. Weitere Tätigkeitsfelder von Rita Steffes-enn sind die Forschung, Fachautorinnentätigkeit, freie Lehre auf nationaler und internationaler Ebene, Fallberatung und Supervision in kriminaltherapeutischen Institutionen sowie kriminalprognostische Gutachterin im Kontext familiengerichtlicher Verfahren und Clearings im Bereich Kriminaltherapie/-prävention im deutschsprachigen Raum.


Kosten:

Teilnahmegebühr*: 270,- Euro für Nicht-Mitglieder | 260,- Euro für DBH-Mitglieder
*Von der Umsatzsteuer gemäß § 4 Nr. 22 Buchst. a UStG befreit.

Die Teilnahmegebühr überweisen Sie bitte erst, nachdem Sie die Rechnung zur Veranstaltung erhalten haben.

Hinweis: Die Rechnungsstellung erfolgt ab dem 23.03.2026.


Termin: Mo. 23.03.2026 von 09.00-16.00 Uhr und Di. 24.03.2026 von 09.00-16.00 Uhr

Melden Sie sich bitte bis zum 02.03.2026 (Anmeldeschluss) verbindlich bei uns an.

Weitere Informationen können Sie dem Veranstaltungsprogramm im Anhang entnehmen.

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