Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Korporativen Mitglieder des DBH-Fachverbandes

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Der DBH-Fachverband führte vom 17. April bis zum 03. Mai 2020 eine Online-Umfrage zum Umgang mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie unter seinen 40 korporativen Mitgliedern durch. Teilgenommen haben insgesamt 20 Verbände und Vereine.

Kernergebnisse der Umfrage:

Zu Beginn der Online- Umfrage wurde nach den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Organisation der Arbeit sowie auf die Angebote und Dienstleistungen gefragt. Die Teilnehmer*innen gaben an, verstärkt Vorkehrungen zur Einhaltung von Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben für die Mitarbeiter*innen zu treffen:

  • Vermeidung von Mehrfachnutzung der Büroräume
  • Abstandsgebot von bis zu 2 Metern
  • Mobiles Arbeiten/ Homeoffice
  • Absage/ Verschieben von Sitzungen und Treffen
  • Nutzung von Telefon- und Videokonferenzen

Am deutlichsten waren die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Angebote und Dienstleistungen der Einrichtungen für die jeweiligen Adressat*innengruppe innerhalb und außerhalb des Justizvollzuges zu spüren:

  • Offene Sprechzeiten nach terminlicher Vereinbarung
  • Aussetzung oder Anpassung der Beratungs-, Interventions- und Vermittlungsangebote
  • Aussetzung von Arbeitsgelegenheiten/gemeinnützige Arbeit sowie deren Vermittlung
  • Anpassung und Einschränkung der Entlassungsvorbereitung

Grundsätzlich war es den befragten Mitgliedsverbänden und -vereinen wichtig, existenzielle Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Adressat*innen aufrecht zu erhalten.

Die Kontaktaufnahme zu den jeweiligen Adressat*innen erfolgte in den meisten Fällen per Telefon, per Post oder per Mail. In nur wenigen Einrichtungen wurde mittels Instant Messanger mit den Adressat*innen kommuniziert. Nur in bestimmten Ausnahmesituationen erfolgte ein persönlicher Kontakt.

Abschließend wurde nach dem Bedarf an Unterstützung zur Bewältigung der (behördlich veranlassten) Einschränkungen gefragt. Insgesamt berichteten die befragten Mitgliedsvereine und -verbände von einer zunehmenden finanziellen Belastung durch z.B. Anschaffung von Schutzmaßnahmen und technischen Ausstattungen zur Ermöglichung von mobiler Arbeit / Homeoffice. Neben der finanziellen Unterstützung haben sich auch einige Mitgliedsvereine eine Inhaltliche/konzeptionelle Unterstützung gewünscht. Mehrheitlich äußerten die befragten Mitgliedsvereine den Bedarf an technischer Unterstützung hinsichtlich Beratung und Umsetzung von Digitalisierungsprozessen.

Wir möchten anmerken, dass die Ergebnisse lediglich ein Stimmungsfang innerhalb des Umfragezeitraums darstellen und die Situation sich wieder verändert haben kann.

Die ausführliche Darstellung der Ergebnisse können Sie in unserem Bericht nachlesen:

Download Dokumente: 

 

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mitglied in der:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffäligenhilfe e.V.Confederation of European Probation 

 

    Kooperationspartner:

    KriPoZ Kriminalpolitische Zeitschrift

 

 

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