
Der DBH – Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik e.V. führt eine bundesweite Befragung zur Erhebung der Lebenslagen der Probandinnen und Probanden der Bewährungshilfe durch.
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer e.V. (ADB) führte im Frühjahr 1999 erstmalig und bisher einmalig eine bundesweite Untersuchung zu den Lebenslagen von Probandinnen und Probanden der Bewährungshilfe durch und veröffentlichte eine Sekundäranalyse der Daten. Diese Befunde sind inzwischen mehr als 20 Jahre alt. Vor diesem Hintergrund soll nun eine neu konzipierte Befragung erfolgen, welche neue Entwicklungen (u. a. Digitalisierung) berücksichtigt und theoretische Konzepte aus dem Lebenslagenansatz, der Desistance-Forschung sowie der Teilhabe-Forschung ergänzt.
Ziel der Studie ist es, eine repräsentative Datenlage über die Lebenslagen der Probandinnen und Probanden der Bewährungshilfe zu schaffen. Die Ergebnisse dieser Studie sollen einen aktuellen, querschnittlichen Überblick über relevante Dimensionen geben. Insbesondere sollen Antworten auf die Fragen gefunden werden: Wie sieht die Lebenslage der Proband*innen der Bewährungshilfe aktuell aus? Wie ist das Niveau und die Verteilung objektiver Indikatoren der Lebenslagen der Probandinnen und Probanden der Bewährungshilfe?
Es sollen Daten von Probandinnen und Probanden der Bewährungshilfe voraussichtlich zur Biographie, wirtschaftlichen Situation, zur sozialen Teilhabe sowie Angaben zu physischen oder psychischen Erkrankungen, zu persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen analysiert werden. Dafür ist eine bundesweite Online-Befragung von Bewährungshelfenden als Zufallsstichprobe geplant. Die Daten werden pseudonymisiert, verschlüsselt und besonders gesichert gelagert. Die einzelnen Faktoren sollen dabei als Gesamtbild zur Beschreibung der Lebenslagen integriert und visuell aufbereitet werden.
Hier finden Sie weitere Informationen über die Lebenslagenuntersuchung.