
Dr. Susann Prätor, Professorin an der Polizeiakademie Niedersachsen, Soziologin und Kriminologin ordnet ein, wie die Daten der kürzlich erschienen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) im Hinblick auf Ausländerkriminalität zu verstehen sind und was bei der Bewertung dieser Daten beachtet werden muss. Dabei betont sie, dass 98 % der Menschen, die in Deutschland leben im Jahr 2024 keine polizeilich registrierte Straftat begangen haben. Die Personen, auf die sie sich im Folgenden bezieht, machen demnach nur einen kleinen Teil der Gesamtbevölkerung aus. Dr. Prätor beschreibt die PKS als Datenquelle, die nicht dafür entwickelt wurde, die Kriminalitätsentwicklung in Deutschland in Gänze darzustellen. Diese ist vielmehr ein Tätigkeitsbericht der Polizei und bildet nicht die Kriminalitätswirklichkeit in Gänze ab. Die Daten der PKS werden als Hellfelddaten von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Im Hinblick auf die registrierte Ausländerkriminalität sind dabei insbesondere die Faktoren der polizeilichen Aktivität und der Anzeigebereitschaft von Bedeutung. Weitere Einschränkungen in der Bewertung der PKS-Daten im Hinblick auf Kriminalität und Migration und warum sich Frau Dr. Prätor für eine bevorzugte Betrachtung von Dunkelfelddaten ausspricht können Sie hier im Gespräch nachhören.