Umgang mit Personen, die Gewaltdelikte begangen haben

Webinarbeschreibung:

Gewaltdelinquenz hatte viele Gesichter. Ebenso mannigfaltig sind die Tätertypen und ihre kriminogenen Bedarfe. Im Webinar werden ausgewählte Gewaltphänomene eingehender betrachtet. Dazu häufig zu beobachtende Interaktionsverläufe und Gesprächstechniken im Umgang mit gewaltbereiten Klient:innen ebenso erörtert wie Gruppendynamiken, Motive und Tätertypologien. Aufgrund der entsprechenden Informationsgewinnung lassen sich konkrete rückfallpräventive Interventions- und Fallmanagementstrategien ableiten. Die Webinarinhalte werden anhand praktischer Fallbeispiele erläutert und mit den Teilnehmenden diskutiert.

Ziel: Die Teilnehmenden erhalten Impulse für die alltägliche, rückfallpräventive Arbeit mit Gewaltdelinquent:innen, die Unterstützung in der Interventionsplanung und der konkreten Fallarbeit bieten können. Zu diesem Zweck erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, bereits im Webinar den Theorie-Praxis-Transfer anhand konkreter Fälle zu erproben.


Webinarinhalte:

  • Gewaltmotive
  • Typologien bei Gewaltdelinquenz
  • Kriminogene Bedarfe ausgewählter Gewaltphänomene
  • Fallbeispiele

Mitgestaltungsmöglichkeit: Alle Teilnehmer:innen haben die Möglichkeit, Fälle einzureichen, welche Problemschwerpunkte und Fragestellungen aus der Praxis aufwerfen, damit Lösungsansätze in der Fortbildung erörtert werden können.

Bescheinigung: Nach Abschluss des Webinars erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung per E-Mail.


Zielgruppe:

Mitarbeiter:innen aus der Bewährungs- und Straffälligenhilfe, Führungsaufsicht, aus den Justizvollzugsanstalten, Forensischen Ambulanzen sowie weitere interessierte Personen, die in der Strafrechtspflege arbeiten.

Das Webinar wird mit einer Gruppengröße von maximal 25 Personen durchgeführt, damit eine interaktive Praxisarbeit und tiefergehende Auseinandersetzung mit den Webinarinhalten möglich sind.


Webseminarleitung:

Dr. Rita Steffes-enn, Kriminologin (M. A./Universität Hamburg) mit den Schwerpunkten Forensische Kriminologie und Cyberkriminologie. 2012 gründete sie das Zentrum für Kriminologie & Polizeiforschung (ZKPF) und leitet dies seither. Sie promovierte in der Arbeitsgruppe Rechtspsychologie am Institut für Psychologie der Universität Bremen. Hierbei befasste sie sich mit den Narrativen von Gewalttätern und der Funktionsanalyse ihrer Taten hinsichtlich zwischenmenschlicher Bedürfnisse und der Primärgüter gemäß des Good Lives Models (GLM). Die kriminaltherapeutische Arbeit mit Sexual- und Gewalttätern sowie mit Stalkern sind ebenso wie der Umgang mit betrügerisch-manipulativen und psychopathischen Klient:innen Spezialgebiete, wobei sie eine ausgewiesene Expertin in der rückfallpräventiven Arbeit mit strafunmündigen übergriffigen Kindern sowie jugendlichen und erwachsenen Tätern:innen ist, die dem sogenannten Hochrisikobereich zugeordnet werden. Sie verfügt in der Arbeit mit Hochrisikotätern über mehr als 30-jährige Berufs- und Leitungserfahrung stationären und ambulanten sog. justiziellen Zwangskontext. Weitere Tätigkeitsfelder von Rita Steffes-enn sind die Forschung, Fachautorinnentätigkeit, freie Lehre auf nationaler und internationaler Ebene, Fallberatung und Supervision in kriminaltherapeutischen Institutionen sowie kriminalprognostische Gutachterin im Kontext familiengerichtlicher Verfahren und Clearings im Bereich Kriminaltherapie/-prävention im deutschsprachigen Raum.


Kosten:

Teilnahmegebühr*: 270,- Euro für Nicht-Mitglieder | 260,- Euro für DBH-Mitglieder
*Von der Umsatzsteuer gemäß § 4 Nr. 22 Buchst. a UStG befreit.

Die Teilnahmegebühr überweisen Sie bitte erst, nachdem Sie die Rechnung zur Veranstaltung erhalten haben.

Hinweis: Die Rechnungsstellung erfolgt ab dem 02.12.2026.


Termin: Do. 12.11.2026 von 09.00-16.00 Uhr und Fr. 13.11.2026 von 09.00-16.00 Uhr

Melden Sie sich bitte bis zum 22.10.2026 (Anmeldeschluss) verbindlich bei uns an.

Weitere Informationen können Sie dem Veranstaltungsprogramm im Anhang entnehmen.

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