Reduzierung kurzer Haftstrafen in Nordirland: Enhanced Combination Orders

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Untersuchungen (u.a. in Nordirland) haben gezeigt, dass kurzfristige Haftstrafen weniger wirksam sind als gemeinschaftlich orientierte Angebote. Der Lord Chief Justice forderte daher die Bewährungshilfe in Nordirland (PBNI) auf, eine Alternative zu Haftstrafen mit einer einer Dauer von weniger als 12 Monaten (88% im Mai 2015) zu entwickeln. Auf der Grundlage der bestehenden Gesetzgebung und der sogenannten Enhanced Combination Order (ECO) boten die ECOs den Richtern eine Alternative Form zur Haftstrafe an.

ECOs konzentrieren sich auf die Bereiche Restorative Justife und Desistance.

Anfang dieses Monats wurde eine Evaluierung der ECO veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass sich diese Form positiv auf Einzelpersonen, Familien und Gemeinden in Nordirland ausgewirkt haben.

Die Auswertung ergab u.a., dass:

  • die Zahl der Freiheitsstrafen von 12 Monaten oder weniger, die von den am ECO-Pilotprojekt beteiligten Gerichten verhängt wurden, sich zwischen 2015 und 2017 um 20,7% verringerte,
  • die überwiegende Mehrheit der an dem Projekt teilgenomennen Probanden fand die Hilfe bei der Bewältigung von Problemen in ihrem Lebensstil und die Art und Weise, wie sie über zukünftige Verstöße nachdachten, nützlich (87%) und stimmten zu, dass die Unterstützung der Bewährungshelfer*innen ihnen half, Wiederholungstaten zu vermeiden (90%),
  • ein wesentlicher Beitrag zum Erfolg des Projektes wurde durch die enge Zusammenarbeit der Bewährungshilfe mit Akteuren aus der Community und Opferhilfe in Nordirland geleistet.

Zum Bericht auf der Website der CEP

 

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mitglied in der:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffäligenhilfe e.V.Confederation of European Probation 

 

    Kooperationspartner:

    KriPoZ Kriminalpolitische Zeitschrift

 

 

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