Suizide in Haft durch künstliche Intelligenz verhindern

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Die Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen sollen künftig - durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz - Selbstmordversuche von Inhaftierten vorzeitig erkennen und verhindern. Ein Computerprogramm zur frühzeitigen Erkennung von suizidalen Verhaltensmustern soll hierzu entwickelt werden. Mit Hilfe der Videoüberwachung von gefährdeten Inhaftierten sollen die "lernenden" Geräte dann bei verdächtigen suizidalen Handlungen Alarm auslösen. Die Softwareentwicklung übernimmt ein Unternehmen aus Chemnitz. Dazu werden in einem Versuchsraum typische Haftbedingungen nachgestellt und getestet. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen dann erstmals in der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf erprobt werden.

Bislang wird in den Haftanstalten Nordrhein-Westfalens ein sogenanntes „Erst-Screening“ durchgeführt, um selbstmordgefährdete Inhaftierte besser zu erkennen. Wird jemand als stark suizidgefährdet eingestuft, muss der Inhaftierte in einem besonders gesicherten Haftraum durchgängig überwacht werden. Andere, weniger akut eingestufte Fälle müssen in Intervallen durch das Personal kontrolliert werden. 

Der Einsatz künstlicher Intelligenz soll hierbei aber nicht die bisherigen Präventivmaßnahmen ersetzen, sondern als ergänzender technischer Fortschritt das Personal unterstützen.

https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/nrw-forschung-kuenstliche-intelligenz-soll-suizid-haft-verhindern/

 

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