Technisierung der Bewährungshilfe: der Einsatz von "Apps" in kurzer Übersicht

pixabay.de

Moderne Technologien werden mehr und mehr zu einem integralen Bestandteil unserer Welt. Besonders Smartphone-Apps scheinen in der Bewährungshilfe bei unseren europäischen Nachbarn immer mehr zur Unterstützung eingesetzt zu werden. Aus diesem Grund haben wir bei unseren europäischen und internationalen Nachbarn gefragt, ob und was für „Apps“ im Arbeitsalltag in der Bewährungshilfe eingesetzt werden.

Global betrachtet zeigt sich bereits eine Vielzahl an Etablierungsversuchen der unterschiedlichsten Anwendungssoftware. Während sich einige Programme noch in der Entwicklung bzw. Erprobung befinden, werden wiederum andere bereits im Regelbetrieb angewandt und können erste Erfolge verbuchen. Ebenso unterscheiden sich die zahlreichen Apps aufgrund ihrer anwendungsbezogenen Ausrichtung. Ebenso unterscheiden sich die zahlreichen Apps aufgrund ihrer anwendungsbezogenen Ausrichtung. Einige Software richten sich direkt an die Bewährungshelfer:innen, die Mehrheit der Programme wenden sich hingegen vorrangig an deren Probanden:innen. Darüber hinaus weisen die Apps teils differierende Funktionen auf. Die damit verbundenen Intentionen der zahlreichen Anwendungssoftware unterscheiden sich jedoch kaum. Das wichtigste angegebene Ziel aller Apps ist die Verringerung der Rückfallwahrscheinlichkeit und die „Resozialisierung“ der Bewährungshilfeproband:innen – unabhängig der nutzerbezogenen Ausrichtung sowie der vielfältigen Funktionen. Im Allgemeinen versuchen all diese Anwendungsprogramme, unseren heutigen sozialen Bedürfnissen mit moderner Technologie zu begegnen. Sie sollen als Hilfestellung dienen und zu einem verbesserten Umgang mit Proband:innen in der Bewährungshilfe beitragen. Eine Evaluation der Vor- und Nachteile durch die Anwendung von Software in der Bewährungshilfe gibt es bis dato jedoch noch nicht.

Über die unterstützenden Funktionen der Apps in der Bewährungshilfe hinaus, wird derzeit ebenfalls an verschiedenen Erweiterungen gearbeitet. So sollen zukünftig auch inhaftierte Personen innerhalb des geschlossenen Vollzugs Zugang zu Programmen (Apps) erhalten, um die zu verbüßende Haftdauer zu erleichtern und das Übergangsmanagement zu verbessern. Dieser Bereich befindet sich momentan jedoch noch in der Entwicklung.

Die Tabelle im Anhang gibt einen kurzen Überblick, über die derzeit bekannten Programme, die innerhalb der Bewährungshilfe in Europa und darüber hinaus eingesetzt oder getestet werden.

 

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mitglied in der:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffäligenhilfe e.V.Confederation of European Probation 

 

    Kooperationspartner:

    KriPoZ Kriminalpolitische Zeitschrift

 

    Folgen Sie uns auf Social Media:

      

 

 

Scroll to Top